Ok? Wusste ich bisher auch nicht, dass es so was gibt. Ausgerufen wurde der International Repair Day vom Neustart-Projekt, einer Wohltätigkeits-organisation in England und Wales.
In Deutschland ist dieser Tag noch unbekannt, aber jeder hat sicherlich schon von Repair Cafés gehört, zu denen man gehen kann, wenn man Hilfe bei der Reparatur von irgendwelchen Dingen braucht.
Diese Cafés werden von Freiwilligen organisiert, denen es wichtig ist, dass defekte Dinge repariert, statt weggeworfen werden.
Selbst bei uns hier auf dem Land gibt seit einigen Jahren solche Veranstaltungen hin und wieder.
Einmal war ich mal gucken. Ich hatte nichts zum Reparieren, war aber neugierig. Das war eine lockere, entspannte Atmosphäre. Leute steckten die Köpfe über auseinandergebauten Staubsaugern und Kaffeemaschinen zusammen und fachsimpelten, wie man die Teile wieder zum Laufen kriegen könnte.
Es gab Kaffee und Kuchen für einen kleinen Preis und ich haben auch ein, zwei bekannte Gesichter getroffen. 🙂 Ich fand´s gut!
Wenn ihr wissen wollt, ob und wann es solche Veranstaltungen auch in eurer Nähe gibt, kann sich z.B. auf folgenden Seiten informieren:
- https://repairday.org/#events (ist auf Englisch, aber man findet sich zurecht, denke ich)
- https://www.repaircafe.org/de/besuchen/
- Auf der Seite unseres Abfallentsorgers ist auch eine Reihe mit Links zu verschiedenen Treffen im Landkreis. Vielleicht gibt es das auch bei euch?
Das EU-Recht auf Reparatur ist seit 31. Juli 2026 in Kraft. Ist alles jetzt fein?
Hm, najaaa… meiner Meinung nach gibt es ganz viel Luft nach oben.
Im ersten Reflex denkt man ja: „Ok, dann kann ich meinen Staubsauger reparieren lassen!“ und freut sich.
Nein, Staubsauger und andere Haushaltskleingeräte sind nicht dabei. Auch Laptops und Drucker (noch?) nicht.
Schaut selbst in die Tabelle. Sie ist auf standartmäßig auf Englisch, man kann die Seite aber oben auch auf Deutsch umstellen.
Nach dem Artikel von Thomas Opsomer, dem EU-Politiksprecher von iFixit scheinen jetzt z.B. einige Waschmaschinenhersteller selbst für Fachwerkstätten ihre Baupläne nicht mehr rauszurücken, was bis vor dem Gesetzt wohl kein Problem war. Eigentlich wären sie -lt. EU-Gesetz- dazu verpflichtet.
… und jetzt?
Der Kunde ist König.
Schaut, dass ihr Geräte kauft, die man wenigstens aufschrauben kann. Idealerweise findet ihr sogar ein Gerät, wo man Ersatzteile nachbestellen kann. Wenn etwas kaputt geht, vielleicht kann man es reparieren, obwohl sich der Hersteller quer stellt. Das geht am ehesten bei mechanischen Defekten oder wenn es nur am verbauten Akku liegt. Elektrik geht noch, bei Elektronik bin ich raus.






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