Wir wollten auf ein Konzert und wie es inzwischen üblich ist, soll man möglichst keine Taschen, oder wenn, dann nur sehr kleine Taschen bis maximal A4 mitbringen.
Ich wollte ein paar Kleinigkeiten wie Geldbeutel, Ausweis, Handy, Taschentuch und Schlüssel mitnehmen, aber wollte sie nicht in die Hosentaschen stopfen. Weil ich keine passende Tasche hatte, musste ich mir etwas einfallen lassen.
Erste Frage: Kann ich das selbst?
Ja, eine einfache Tasche kriege ich hin.
Zweite Frage: Was für eine Tasche?
Ein kleiner Rucksack wäre nicht schlecht. Dann hat man die Hände frei.
Dritte Frage: Aus welchem Material?

Ich hatte mal so einen turnbeutelartigen Rucksack auf der Buchmesse bekommen. Das ist Jahre her. Seitdem lag er ungenutzt im Schubfach. Der war zu groß für die Anforderungen der Konzertbetreiber und auf einer Seite hatte er eine große Werbung, die ich nicht spazieren tragen wollte. Also habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt und habe ihn angepasst.
Vierte Frage: Wie genau soll der Rucksack dann aussehen?
Die Größe maximal A4 und ein Seitenfach soll er bekommen.
Ich hasse es, wenn eine Tasche nur ein großes Fach hat, weil man in so einem Teil ständig kramt und sucht.

So hab ich es dann gemacht:
Zuerst habe ich den Beutel auseinander getrennt und 3 Teile, wegen des zukünftigen Seitenfachs, zugeschnitten.

Das Seitenfach wollte ich mit einem Reißverschluss verschließen, also musste ich zuerst den Reißverschluss annähen. Den Reißverschluss habe ich in meiner Sammlung gefunden.


Jetzt habe ich die Tasche wieder zusammen genäht. Als Vorlage hatte ich ja den Originalzustand des Rucksackes. Den Werbedruck habe ich auf der eingenähten Seitentasche innen. Da stört er nicht.
Zum Schluss habe ich die originalen Bänder wieder eingezogen.



Ich war erstaunt, wie geräumig so ein kleiner Beutel ist.
Gekostet hat er nur die Arbeitszeit, etwas Garn und etwas Strom. 🙂
Schreibe einen Kommentar