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Süßes für Weihnachten. Was sind das für Preise?

Wenn ich mir die Preisentwicklung und die Entwicklung der Löhne der letzten Jahre anschaue, habe ich die Befürchtung, dass Weihnachten in vielen/noch mehr Familien eine echte Herausforderung wird. Ich mache mir da so meine Gedanken, kann aber nicht wirklich helfen, außer dass wir auch in diesem Jahr an die örtlich Tafel spenden werden. Das haben wir schon beschlossen.

Kakao, Schokolade und Marzipan sind extrem teuer, Zucker, Mehl und Butter sind zum Glück günstiger als vor einem Jahr.

Ok, Kakao war wohl Anfang diesen Jahres auf dem Weltmarkt sehr teuer. Die Süßigkeitenhersteller mussten damals für ihre Weihnachtsproduktion einkaufen und geben die Preise jetzt an die Verbraucher weiter. Ist nicht schön für uns, aber irgendwie noch nachvollziehbar.
Für Verbraucher nicht transparent ist natürlich, ob der jetzige Kakao- und Schokoladenpreis wirklich nur aus dem Einkauf stammt, oder ob sich da außerdem noch jemand die Taschen voll macht.

(Manches) Weihnachtsgebäck ist wirklich recht aufwendig selbst herzustellen, aber bei manchen Rezepten ist es aber eher die Befürchtung, dass es aufwendig herzustellen ist, was viele Leute davon abhält, selbst zu backen.
Trotzdem: Die Zeit hat nicht jeder, oder will sich nicht jeder nehmen und weil es zur Tradition dazugehört, dass Weihnachtsgebäck auf dem Tisch steht , nutzt der Handel das meiner Meinung nach ganz schön aus.

Und was machen wir nun, um es uns trotzdem die gemütliche Weihnachtszeit zu versüßen?

Meine Strategie Nr. 1
Einfach weniger kaufen. Das Zeug ist eh nicht gesund. 🙄😉😅

Strategie Nr. 2
Mit alten Gewohnheiten brechen.
Wenn ich Schokolade esse, ist es mir egal, ob sie als Hohlfigur, oder als Tafel auf dem Tisch liegt.
Auch Kinder sind oft von den vielen Schoko-Weihnachtsmännern übersättigt.
Nicht selten ließt man in Foren die Frage, was man mit übrig gebliebenen Weihnachtsmännern anfangen kann/soll.
In der Nachbarschaft lagen Weihnachtsmänner im Müllbeutel ganz oben auf der überfüllten Mülltonne. (Ich fand´s unglaublich.)
Man könnte sich also überlegen, ob es sinnvoll ist, dem lieben Kinderlein noch einen weiteren Weihnachtsmann anzuschleppen, nur weil es schon immer so war.

Strategie Nr. 3
Selber machen. Natürlich. 😉

Ganz einfach sind Marzipankugeln. Die selbst zu machen, ist echt kein Hexenwerk und es wäre eine Idee für einen Adventsnachmittag mit Kindern.
Obwohl Marzipanrohmasse einiges teurer ist als noch vor ein paar Monaten, ist das selber machen um einiges preisgünstiger, als kaufen. Außerdem enthalten die gekauften extrem viel Zucker (66%), Marzipanrohmasse hat nur 38%.

Auch einfache Butterplätzchen sind recht schnell gemacht und wer keine Ausstecher hat, oder dem das Ausstechen zu lange dauert, schneidet die ausgerollte Teigplatte einfach quadratisch oder rechteckig in Keksform. Kindern macht es Spaß, sie mit Zuckerguss zu verzieren und schon sind sie etwas ganz Besonderes auf dem Weihnachtstisch.
(ein Rezept steht unten und sicherlich unzählige im Internet)

Stollen backen ist schon recht aufwendig und man braucht viele Zutaten, die man extra (fast nur dafür) kaufen muss. Jetzt, wo ich endlich ein Rezept habe, was auch glutenfrei gelingt, bin ich irgendwie von abgekommen.
Ich habe aus dem viertel des Teiges 12 Stollen-Muffins gebacken. Das reicht mir für dieses Jahr.


Rezepte

Marzipankugeln

Die einfachste Methode ist, dass man Marzipanrohmasse in kleine Stücke schneidet, diese zu Kugeln rollt und in Kakao wälzt. Fertig. Das bekommt ein 3jähriger hin. 😉
Ja, die sind nicht mit Rosenwasser, aber das sind die „normalen“ gekauften auch nicht.

Für die Großen kann es auch mal eine Variante sein.
Marzipankugeln mit Kirschwasserrosinen

200 g Marzipanrohmasse
50 g Rosinen
5 ml Kirschwasser
1 EL Wasser

Zubereitung
Die Rosinen hacke ich etwas kleiner und lege sie über Nacht das mit Wasser verdünnte Kirschwasser.
Anschließend lasse ich die Rosinen abtropfen und mischen Rosinen und Marzipan. zum Schluss forme ich Kugeln und wälze sie in Kakao, oder überziehe sie mit Schokolade.

Einfache Butterplätzchen

Zutaten

  • 250 Gramm Weizenmehl
  • 90 Gramm Zucker
  • 125 Gramm Butter kalt
  • 1 mittelgroßes Ei

Zutaten zügig verkneten, eine Stunde kalt stellen, ausrollen, ausstechen oder mit einem Messer in Keksform schneiden, maximal 10 Minuten bei 175°C backen. Fertig.

Ein Rezept für einen glutenfreien Stollen findet ihr hier

Macht euch die Vorweihnachtszeit schön!

Es geht bestimmt auch mit weniger Süßkram aus dem Laden.

2 Kommentare

  1. Karin

    Ein sehr schöner Blogartikel!!!
    Mir macht dieser ganze Konsum-und Werbeterror (Black Week usw.) echt keine Freude und ich versuche mich, so gut es geht, zu entziehen.

    Was die Preise angeht, das stimmt schon. Und auch aus gesundheitlichen Gründen wäre eigentlich Weniger mehr. Diese “Überfütterung” zu den Festtagen haben wir abgeschafft. Es wird relativ normal gegessen und die gewonnene Zeit lieber draußen verbracht beim Wandern z.B.
    Ein wenig mehr Demut und Bescheidenheit wären angebracht… Als ich Kind war, war Weihnachten noch ein echtes Highlight im Jahr. Es fing mit St. Martin und dem Fackelumzug an, dann kam Nikolaus, wo man sich über einen gefüllten vor die Türe gestellten Stiefel freute. Darin war aber nicht nur Süsskram sondern auch Obst wie Mandarinen, Äpfel und Nüsse.
    Und dann kam eben das Fest der Feste: Weihnachten. Man fieberte mit einem Adventskalender (ohne Inhalt, bzw. kleine Bildchen, später auch Schokolade) dem 24.12. entgegen.
    Heute hat man ja fast nur noch Highlights; alles wird wer weiß wie groß gefeiert und immer neue “Konsumfeste” kommen hinzu. Mich nervt das einfach und ich glaube, dass viele inzwischen gar nichts mehr wie Vorfreude auf etwas empfinden können… sehr schade, sie bringen sich selbst um schöne Erfahrungen. Heute muss immer alles sofort sein… aber das ist ein anderes Thema.

    In diesem Sinne einen wunderschönen 1. Advent!!!🕯️

    Karin

    • miteigenenhaenden

      Hallo Karin,
      genau so ist es. Es gibt kaum noch wirkliche Highlight im Jahr, es sei denn, man schafft es sich dem Konsumwahn weitestgehend zu entzieht und die eigentlichen Faste zu genießen.
      Adventskalender mit Bildchen (zum Teil aus einer Kinderzeitschrift) hatte ich früher auch. Damit war man früher auch glücklich. 🙂
      Schönen Advent!
      Sibylle

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