Ich war dabei nach und nach die Reste der Winterernte zu verbrauchen. Das Gemüsefach im Tiefkühlschrank sollte leerer werden, damit ich Platz für die neue Ernte bekomme.

Wie schon an anderer Stelle geschrieben, konzentriere ich im Gemüseanbau auf den Herbst und Winter, weil ich im Frühjahr wegen der vielen Schnecken hier kaum Erfolg habe. Ich müsste zu viel Kraft und Zeit investieren. Sommergemüse, außer Tomaten, muss ich also zukaufen.

In meinen Essenplan habe ich mir für heute Blumenkohlcremesuppe mit weißen Bohnen eingeschrieben.

Also war ich im Keller „einkaufen“ und habe aus dem Frost eine Hand voll Winterheckenzwiebeln und einen Rest Blumenkohl geholt. Für eine Cremesuppe müssen es nicht die edelsten Teile des Blumenkohls sein. Es tuen zum Beispiel auch der klein geschnittene und abgezogene Stiel und die Blattachsen. Das habe ich hier schon mal gezeigt. Ich habe die letzten Blütenschosser von meinen Pflanzen verwendet, die ich noch im Frühjahr abgeschnitten hatte.


Knoblauch habe ich gestern mit von der Brombeerernte mitgebracht. Die kleinen Brutzehen will ich eigentlich in Öl einlegen, aber man kann sie auch schälen und gleich verwenden.


Dazu habe ich trockene Bohnen gemahlen, man kann aber auch vorgekochte weiße Bohnen verwenden.

Unabhängig von der Bezugsquelle braucht man für eine Portion folgende

Zutaten

  • etwa 150 g Blumenkohl
  • 25 g gemahlene, trockene weiße Bohnen, oder 50 bis 60 g vorgekochte weiße Bohnen
  • etwas Zwiebel
  • eventuell etwas Knoblauch
  • etwas Öl zum Anbraten der Zwiebel
  • ca. 300 ml Wasser
  • Salz und Pfeffer

Die Zubereitung

  • Die Zwiebeln und den Knoblauch andünsten und mit Wasser ablöschen
  • Wenn man die Suppe mit vorgekochten Bohnen kocht, braucht nun nur der Blumenkohl weich kochen. Wer mit Bohnenmehl kocht, muss mindestens die Suppe 10 Minuten kochen, damit sich das Phasin in den Bohnen abhaut. Phasin ist das Gift, das in rohen Bohnen von Natur aus ist. Es zerfällt beim Kochen in ungiftige Bestandteile, braucht dazu aber 10 Minuten.
    Bleibt in der Nähe des Topfes und rührt ab und zu mal um. Das Bohnenmehl neigt zum Ansetzen.


  • Die Bohnen dicken die Suppe an, so dass die nach dem Pürieren cremig ist.

Als Topping ist Knoblauchöl lecker.

Fertig. Bei mir gab es Brot dazu.