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So erspare ich mir das Bügeln

Diesen Beitrag habe ich, etwas überarbeitet, aus meinem alten Blog übertragen. Die Erstveröffentlichung war am 12. Juni 2019.


Früher habe ich an Waschtagen Stunden mit Bügeln verbracht. T-Shirts, manche Pullover, Oberhemden und Blusen, Hosen, Geschirrtücher, Taschentücher, Tischdecken, Bettwäsche (Ja, auch Bettwäsche. Hatte ich vor langer, langer Zeit so gelernt. 🤗

Mich stört die Hausarbeit nicht, aber Bügeln ist etwas was ich mir wirklich gern erspare! Also sollte eine „Verhaltensveränderung“ her.

Das Bügeln der Bettwäsche hat mein Mann mit ausgeredet. Bis dahin dachte ich, dass zu einen ordentlichen Haushalt auch gebügelte Bettwäschen gehört…. Ne, geht auch ohne Bügeln. Kann man trotzdem gut drin schlafen. Muss man nur mal ausprobieren. 😅

Geschirrtücher und Taschentücher funktionieren ebenfalls ungebügelt wunderbar. Welch ein Wunder!

Es bleiben noch T-Shirts, Pullover, Oberhemden und Blusen und Hosen und ab und an mal eine Tischdecke.

Erste Maßnahme:
Da ich Blusen fast ausschließlich im Büro und dann auch meist mit T-Shirt drunter trage, werden die Blusen nach 2 1/2 Tagen nicht gleich in die Wäsche geschmissen, sondern möglichst nach dem Tragen nur ausgelüftet.
Ich habe nur 4 langärmlige Blusen, die ich rotiere und nach jeder 2. Runde wasche und bügele. Es sei denn, sie sind nach der ersten Runde waschreif, klar.
Das spart (Bügel-)Wäsche.

Stand 2026:
Inzwischen werden bei uns nur noch „zu besonderen Anlässen“ 😉 Blusen und Hemden getragen, daher brauche ich die nun noch weniger bügeln als 2019.

Zweite Maßnahme:
Nach dem Waschen von T-Shirts, Pullovern, Oberhemden und Blusen und Hosen, schleudere ich die Wäschen im höchsten Schleudergang -meine Mutter würde die Krise bekommen, wenn sie das lesen würde- und stecke die Wäsche dann für maximal 10 Minuten in den Trockner. Dabei wird die Wäsche nur warm und die Fasern ziehen sich glatt. Die Wäschestücke ziehe ich anschließend noch etwas glatt und hänge sie auf die Leine.

Ja, dabei habe ich 10 Minuten Strom für den Trockner verbraucht, aber das Bügen braucht auch Strom und vor allem Zeit.

Oberhemden, Blusen und Tischtücher bügele ich ich noch nach. T-Shirts, Pullover und Hosen genügen, so wie sie von der Leine kommen, vollkommen unseren Anforderungen.

Übrigens Bügeleisen:
Nachdem mein Dampfbügeleisen den Geist aufgegeben hatte, war die Frage was ich für ein neues kaufe. Es gibt ja unendlich viele Geräte für die Bearbeitung von Wäsche.

  • Es war mal eine Zeit, wo diese Bügelstationen ein riesiger Hype war. Gefühlt alle um mich herum kauften solche Dinger. Mir waren die zu teuer. Für mich war das ein überdimensionales, teures Dampfbügeleisen. Ich kann mich irren, aber die Argumente dafür waren für mich nicht überzeugend genug. 🤗
  • Bügelmaschine? Hm. Ist groß und teuer.
  • Ein Dampfbügler, der die Wäsche „aufbläst“? Kenne ich aus dem Profibereich. Die Dinger sind echt gut, wenn es gute Geräte sind, aber die bügeln z.B. keine Tischdecken. Also bräuchte ich noch ein zweites Gerät…
  • Früher gab es Wäschemangeln. Die Dinger sind super für Bettwäsche, Geschirrtücher usw. Die bügle ich aber sowieso nicht mehr.

Am Ende habe ich mir ein ganz einfaches elektrisches Bügeleisen gekauft. Ein Bügeleisen, was nur hinten eine Schnur dran hat und oben eine Drehregler zum Einstellen der Temperatur.

Ich musste tatsächlich danach suchen, denn es scheint nur noch eine Firma zu geben, der so etwas herstellt.
Mit 15 Euro war ich dabei. Das Gerät ist nun mehr als 5 Jahre alt und tut, was es soll. Der Trick ist aber, dass man die Wäsche bügelt, bevor sie ganz durchgetrocknet ist.

14 Kommentare

  1. Alexandra

    Hallo zusammen, ich bügele tatsächlich nur T-Shirts, Blusen und Geschirrtücher. Durch Home-Office ist das zum Glück echt wenig geworden. Das mit dem kurz antrocknen im Trockner hatte ich auch mal gelesen. Aber aus irgendwelchen Gründen bekomme ich nie mit, wenn die Waschmaschine fertig ist. Dann liegt der Kram da 2-3 h drin und damit hat sich schon alles an Falten eingeknuddelt. Ok, wenn ich drüber nachdenke,…., vielleicht sollte ich mir mal den Handytimer stellen? 🙂 Wäre vielleicht die Strategie, den Bügelkram noch weiter zu reduzieren…. lg alexandra

    • miteigenenhaenden

      Hallo Alexandra,
      wenn du die Wäsche so lange im Trockner lässt, bis die Fasern warm sind, ziehen sie die Falten auch raus, wenn die Wäsche eine Weile in der Maschine lag. Aber das mit einem Timer ist natürlich eleganter.
      Probier´s einfach mal aus. Bügeln kannst du zur Not hinterher immer noch. 😉
      Liebe Grüße, Sibylle

  2. Ana

    Ich mache es fast genauso, nur ohne Trockner. Wäsche aus der Waschmaschine raus, gut ausgeschüttelt, teilweise geradegezogen dann aufgehangen. Nach dem Trocknen gibt es nur wenig Teile, die noch das einfache Dampfbügeleisen von mir benötigen.

    Legst du deine Wäsche auf links zusammen, wenn ja, warum?

    Viele Grüße
    Ana

    • miteigenenhaenden

      Hallo Ana!
      Gut beobachtet. 👍
      Vor unendlich langer Zeit habe ich mal eine Waschmaschinenladung T-Shirts auf den Wäscheständer gehängt und abschließend hatte alle einen hellen Streifen auf der Brust. Warum? Der Wäscheständer stand in der Sonne. Der Streifen war dort, wo die Sonne am intensivsten drauf schien. Die Farben waren ausgeblichen. Das war super ärgerlich!
      Seitdem wasche ich alle T-Shirts und Pullover auf links und lege sie auch links zusammen. Ich mute also dem Pulloverträger zu, dass er/sie/es sein Kleidungsstück vor dem Anziehen selbst auf rechts dreht. Ich bin der Meinung, das ist nicht zu viel verlangt. 😉
      Alles andere wasche ich normalerweise auf rechts und lege es dann auch so zusammen.
      Liebe Grüße, Sibylle

      • Ana

        Danke für die Erklärung.
        Nein, es ist nicht zu viel verlangt vom Träger, die Shirts umzudrehen.

        Viele Grüße 🖖

  3. Marina

    Guten Morgen Sibylle

    Ich bin inzwischen 74 Jahre alt. Ich habe schon immer die Wäsche einfach nur glatt gestrichen auf die Wäscheleine gehängt.
    Ich habe noch nie etwas wirklich vernünftig gebügelt. Ich kann es einfach nicht. Meine Mutter hat irgendwann aufgegeben es mir beizubringen. Hopfen und Malz verloren.
    Die Diensthemden der Uniform hat mein Mann damals zum Glück selber gebügelt.
    Seit ich in Portugal wohne besitze ich nicht einmal mehr ein Bügeleisen.

    Ich vermute, Deine Herangehensweise ist eine gute Lösung. Da ich auch nie einen Wäschetrockner hatte, kann ich einfach nichts dazu sagen. Du hast echt immer gute Ideen……ich freue mich immer von Dir zu lesen.

    Liebe Grüße aus Portugal
    Marina

    • miteigenenhaenden

      Hallo Marina,
      dann bist du also „bügelfrei“. 😅 Gut, dass dein Mann die Bügelarbeit für seine Hemden übernommen hat.
      Ich habe am Samstag in Frankfurt/M gleich mehrere Leute gesehen, die ihre Hemden aus der Reinigung geholt hatten. Ich denke, dass die das Waschen schon gemacht hätten, wenn sie die Hemden nicht bügeln müssten. In Frankfurt gibt es bestimmt überproportional viele Hemdenträger.
      Ich hoffe, du kannst dich vor der anstehenden Hitzewelle gut schützen!
      Alles Gute dir!
      Sibylle

  4. Belinda

    Ironed clothes always look so nice. I normally always iron projects I’m sewing as it makes the final product come out much better.

    • miteigenenhaenden

      Hello Belinda,
      you are a very hardworking housewife!👍
      Best regards,
      Sibylle

  5. Karin

    Ab und an bügel ich noch; Blusen und manche Shirts. Was ich immer bügel, damit sie platzsparend aufzubewahren sind und alle in meine Schublade passen, sind Geschirrtrockentücher aus Halbleinen. Ich habe auch den Eindruck, dass sie dann besser trocknen als nicht gebügelt. (Kann aber auch Einbildung sein.)
    LG Karin

    • miteigenenhaenden

      Hallo Karin!
      Hm, ob die dann besser trocknen? 🤔 Keine Ahnung, auf jeden Fall sehen sie dann besser aus.
      Wenn du die T-Shirts bügelst, liegen die wirklich flacher und man bekommt mehr in ein Schubfach. Das kann ich gut nachvollziehen.
      Liebe Grüße, Sibylle

  6. Ines

    Ab und an mal zu hinterfragen, was man noch zeitgemäß findet, ist immer gut.

    Shirts und Blusen trockne ich auf Plastikbügeln. So bekommen sie keinen Knick und trocknen schneller, weil kein Stoff übereinander liegt.

    Wenig-Bügler nehmen heutzutage gerne Steamer. Vorteil: Man braucht kein Bügelbrett. Nachteil: Der Raum wird sehr feucht davon uns dauert lange pro Bluse. Das Gerät durfte bei mir nicht verweilen. Konnte es wegen eines Garantiefalls zum Glück zurücksenden.

    • miteigenenhaenden

      Die Luftfeuchtigkeit ist das eine Problem. Aber ehrlich – ist das so viel anders als ein normales Dampfbügeleisen? 🤔
      Übrigens Tipp für Wenigbügler: Wer keinen Platz für ein Bügelbrett hat, kann eine Decke und oben drauf ein Handtuch auf die Küchenarbeitsplatte legen und dann bügeln. Küchenarbeitsplatten sind nicht so empfindlich, wie Holztische. 😉
      Schönen Tag dir!
      Sibylle

      • Ines

        Ja, bei mir war der Dampf erheblich mehr als bei einem Dampfbügeleisen. Am Tank konnte ich die Menge sehen.
        Sonnige Grüße!

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