So ist das immer: Ich fange etwas an und dann läuft mir irgendetwas über den Weg, was ich gleich noch mit erledigen kann, weil die Gelegenheit jetzt nun einmal günstig ist.
Vor ein paar Tagen, bei meinem Lebensmitteleinkauf, habe ich bei den reduzierten Sachen ein einsames Paprikapflanzen stehen sehen. Mit seinen gelben Blättern erregte es mein Mitleid 😉 und so habe ich es für 20 ct ausgelöst. Ganz hungrig in trockener Erde, das Arme!

Zwischenzeitlich hatte ich es mit einem Bewässerungskegel versehen, damit es schön versorgt ist. Einpflanzen kommt dann später, wenn die Frostnächte vorbei sind.
Gestern bin ich die Reihen der Jungpflanzen durchgegangen und da ich jetzt nicht mehr von Frost ausgehe, habe ich beschlossen, diese Paprika einzupflanzen.
Da Paprikas Starkzehrer sind, also viele Nährstoffe brauchen, wollte ich Brennnessel mit ins Pflanzloch legen. Das mache ich bei Tomaten auch so. Die Brennnesseln zersetzen sich in Laufe der Vegetationsperiode und geben reichlich Nährstoffe frei. Ok.
Brennnesseln gibt es bei uns reichlich, direkt hinter dem Grundstück auf einem ungepflegten Grünweg der Gemeinde.
Ich zog also mit einem Eimer, Lederhandschuhen und meiner Sichel los, um ein paar Brennnesseln zu holen.
Was ich zwar wusste, aber nicht bedacht hatte: Auf dem Weg steht das Gras zur Zeit über 1,20m hoch. Ich habe die Grasblüten im Augenhöhe. 😮

Mit meiner Machete Sichel habe ich mir erst einmal einen Weg gebahnt.

Unterwegs traf ich auf wunderschönen Spitzwegerich. Den kann man doch nicht einfach so stehen lassen, oder gar umsicheln!

Nachdem ich davon genug geerntet hatte, habe ich mich das letzte Stück zu den Brennnesseln vorgearbeitet, …


… ein paar davon geerntet …

… und dann die Paprika eingepflanzt.


Nun, in der Küche lag ja noch mein Spitzwegerich.

Den habe ich klein geschnitten und abwechselnd mit Zucker in ein Glas geschichtet. Bis mindestens in den Herbst hinein wird nun der Zucker den Pflanzensaft aus den Blättern ziehen. Dabei entsteht ein wunderbarer Spitzwegerichsirup, der sehr gut gegen Husten wirkt.

Als ich im Keller war und ein Glas für den Spitzwegerich geholt habe, ist mir das Glas mit Thymian und Salbei aufgefallen, was jetzt „reif“ für die letzte Verarbeitung ist. (Rechts auf dem Bild)

Diesen Thymian-, Salbei-Ansatz habe ich dann gleich noch verarbeitet.

Beschriftet können die Gläser jetzt in den Vorratskeller.

Das Glas mit dem Spitzwegerich bekommt jetzt noch einen „Socken“ übergezogen und wandert dann ebenfalls in den Keller.

Ach ja, … an dem letztem Lauch war ich auch noch vorbei gekommen. Der musste jetzt endlich Platz machen für neue Pflanzen. Geputzt und geschnitten liegt der jetzt im Frost.

Ich finde es echt ungerecht, dass MEINE Tage immer nur 24 Stunden haben …. 🥴🤣
Hallo, ich stelle auch immer wieder fest, dass ich meine Tage locker voll bekomme, langweilig ist mir nie. Spitzwegerich hab ich irgendwie noch nie entdeckt, ich achte eigentlich schon länger darauf (nachdem ich schon mal von dem Hustensaft gelesen habe). Aber offensichtlich steht der nicht dort, wo ich spazierengehe. 🙂 Einen schönen Abend noch, lg alexandra
Hallo Alexandra,
vielleicht findest du den Spitzwegerich jetzt demnächst wenn er blüht. Die Blüten sind höher als die Blätter und schauen so manchmal aus der Wiese raus.
Dir auch einen schönen Abend!
Sibylle
Für den Spitzwegerich muss ich nicht mal den Garten verlassen. Der fühlt sich in der Wiese so wohl, wie der Salbei im Kräuterbeet. Ich packe mal Zucker auf den Einkaufszettel und starte das Experiment „Hustensirup“. Thymian haben wir ja auch reichlich und ich weiß gar nicht mehr, wohin damit 😄
Ach, über Thymian- und Salbeiblüten freuen sich die Insekten. Lass sie einfach stehen und erfreue dich am Gebrummel. 😀
Schneiden und rausreißen kannst du sie auch noch im Winter.
Schönen Sonntag!
Sibylle
So kann es gehen, das Eine kommt zum Anderen. Da hast du einen schönen Vorrat an Hausmitteln. Aber ich hoffe, du bleibst von Schnupfen und Husten verschont.
Einen schönen Sonntag und liebe Grüße
Heike
Oh ja, viel Hausmittel habe ich wirklich nur für den Fall der Fälle. Es ist auch hiermit wie mit Versicherungen: Man hat sie in der Hoffnung, dass man sie nicht braucht.
Ich finde das Wissen, WIE man sich im Notfall helfen kann, fast aber noch wichtiger, als den Vorrat an Heilmitteln im Keller. Das Wissen ist aber kein Wissen, wenn man nicht in der Lage ist, es praktisch anzuwenden. Ich sammele daher mit jedem Kräutlein auch Erfahrung.
Liebe Grüße zurück!
Sibylle
Das kenne ich auch. Der Klassiker: ich habe dann fünf Dinge erledigt und am Schluss überlege ich, womit ich ursprünglich angefangen hatte, weil ich es vergessen habe. Schönen Sonntag
Ach das tröstet mich aber. 😅 Für den roten Faden habe ich mein Kalenderbuch, wo ich mir meine Vorhaben für den Tag eintrage. Meistens schaffe ich die Vorhaben auch … und noch viel mehr, was mir über den Weg läuft. Für Außenstehende kann das schon mal etwas chaotisch wirken. 😊
Dir auch einen schöne Sonntag!
Sibylle
Guten Morgen am Sonntag
Ja, da erzählst du was. Ich kenne das wohl auch. Da geht man in den Garten und will etwas ganz bestimmtes erledigen und schwups, sieht man hier etwas und da auch noch.
Wie hattest du denn den Ansatz für Thymian/Salbei gemacht? Ähnlich wie jetzt beim Spitzwegerich?
Liebe Grüße
Marina
Hallo Marina,
ja Thymian/Salbei setze ich nach dem gleichen Prinzip an. Thymian und Salbei etwa zu gleichen Teilen und dann immer abwechseln in ein Glas geschichtet.
Schönen Sonntag dir!
Liebe Grüße, Sibylle