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Holunderbeerkuchen mit Schmandguss, glutenfrei

Bei uns sind die Holunderbeeren reif. Endlich habe ich mal welche abbekommen, denn in den Vorjahren haben die Vögel mir immer die halbreifen Beeren von Baum geklaut. (Die wissen, was gut ist. 😀)

Eben habe ich einen Eimer Dolden abgeschnitten, gewaschen und die Beeren abgepuzzelt. Es waren etwas mehr 1600 Gramm.

Aus 850 g habe ich einen nicht (mehr) ganz so alltäglichen Kuchen gebacken.
Die Vorlage dazu kommt vom Freilichtmuseum „Hessenpark“. Ich habe es für mich modifiziert und vor allem nicht mit Weizenmehl, sondern mit einer glutenfreien Mehlmischung gebacken.
Der Kuchen ist nicht sehr süß. Wer das gar nicht mag, erhöht die Zuckermenge im Teig. Der Guss ist süß genug, denke ich.

Meine Zutaten

für den Teig

  • 200 g Kartoffeln vom Vortag, fein gerieben oder durch die Presse gedrückt
  • 310 g glutenfreie Mehlmischung, die für Hefeteig geeignet ist
  • 40 g Maisstärke
  • 3 Eier
  • 80 g Butter
  • 40 g Zucker
  • etwas Muskat
  • 1 Messerspitze Salz
  • 1 Messerspitze Natron

für den Belag

  • 850 g Holunderbeeren
  • 2 EL Vanillezucker, oder 1 Päckchen Vanillinzucker
  • 4 Eier
  • 100 g Zucker
  • 400 g Schmand

Die Zubereitung

Den Teig habe ich in der Schüssel geknetet

und auf einem eingebutterten Backblech verteilt.

Der Teig ist weich genug, um ihn mit der Hand in die benötigte Form zu drücken. Man braucht also kein Nudelholz. Sollte der glutenfreie Teig zu klebrig sein, fettet die Finger etwas ein. Dann geht´s besser. 😉

Jetzt kann man die Holunderbeeren auf dem Teig verteilen und den Kuchen die ersten 20 Minuten bei 200°C backen.

In der Zeit kann man den Schmandguss herstellen.

Nach den 20 Minuten Backzeit gibt man den Guss über den Kuchen und backt weitere 15 bis 20 Minuten bei gleicher Temperatur.

Fertig.


Ist euch aufgefallen?
Im Zeitalter von Backpapier und Backspray kommt immer wieder die Frage auf, ob das wirklich gut geht, wenn man eine Backform nur einfettet.

Ja, es geht wirklich. Am besten funktioniert es aber wirklich Butter. Mit Margarine hatte ich es früher probiert – das geht es so mäßig. Mit Öl ist es genau so. Es geht, aber mit Butter ist es wirklich am besten.

Das Dunkle auf dem Blech ist Saft von den Beeren, der beim Abwaschen leicht zu entfernen ist.

14 Kommentare

  1. Belinda

    Oh, that looks delicious! And elderberries are so good and healthy for us. I didn’t know what they were when I was growing up and we saw them growing all over back then. Not so much today.

    • miteigenenhaenden

      Hello Belinda,
      That’s true—elderberry is becoming increasingly rare. That’s why I planted a bush in my garden. It has bloomed beautifully every year, but this year, for the first time, I also have a great harvest and can make lots of delicious, healthy things from it.
      Best regards, Sibylle

  2. Hermine

    Hallo Sibylle,
    das Rezept aus dem Hessenpark habe ich leider nicht gefunden, wollte ich mir gern ansehen, weil ich keine Allergien habe und deine Modifizierung gern mit dem Original vergleichen wollte.

    Hast du nur das Mehl ausgetauscht? Gehören die Kartoffeln zum Originalrezept? Die würden mich nämlich sehr reizen.
    Wie ist das mit den Eiern? Laut Rezept braucht man für den Teig 3 Eier und für den Guss werden nur Zucker und Schmand verrührt?
    Auf deinem ersten Foto sind vier Eier und weiter unten sieht es aus, als ob vier unter den Schmand gerührt werden?
    Stehe ich auf der Leitung? Wo ist meine Denkblockade? Bitte hilf mir mal auf die Sprünge, weil mich dieser Kuchen wirklich sehr reizt. Die Stare habe zwar hier die Holunderbeeren geklaut, aber da müsste ich nur andere Beeren nehmen.

    Vielen Dank und liebe Grüße 👋

    • miteigenenhaenden

      Hallo Hermine!
      Du hast den Fehler gefunden. Danke! In den Guss kommen sogar 4 Eier. Nur 4 sind auf dem Foto. Ich habe nach dem Fotografieren noch Eier für den Guss geholt, weil ich die Menge vom Guss verdoppelt habe. Ist manchmal so beim Experimentieren. 😉 Ich habe es, wie geschrieben, für mich angepasst.
      Hab das Rezept entsprechend korrigiert.
      Das Original-Rezept findest du hier.
      Liebe Grüße, Sibylle

      • Hermine

        Danke, danke, tausend Dank, liebe Sibylle! Ich freu mich! 🥰

        • miteigenenhaenden

          Gern doch. Zum Fragen stellen ist doch die Kommentarfunktion (auch) da.
          Irgendwie hab ich dich und deinen Blog aus den Augen verloren. Das tut mir im nachhinein sehr leid. Hatte ich doch deine langen und oft sehr persönlichen Beiträge gern gelesen. 🤔
          Gerade erst habe ich gelesen, dass du mit deiner Diagnose „über den Berg bist“, wie du selbst schreibst. Das war vor über einem Jahr und ich hoffen inständig, dass du weiterhin auf einem guten Weg bist! 💐
          Ich kenne zu viele Leute, die viel zu früh gegangen sind.
          Pass auf dich auf und iss noch viele leckere Kuchen!
          Sibylle

          • Hermine

            Mir geht’s wirklich gut, liebe Sibylle, danke für deine Wünsche! Kuchen esse ich immer gern, vor allem welche, die nicht aus der Bäckerei sind 🙂
            Das Originalrezept ist abgespeichert und wird auch von mir noch etwas modifiziert werden (ohne Zucker im Teig auf jeden Fall!).

            Liebe Grüße
            Hermine 👋

          • miteigenenhaenden

            Das hört sich doch gut an!
            Dann lass dir den Kuchen schmecken. 🙂
            Liebe Grüße, Sibylle

  3. Martha

    Hallo Sibylle,

    das Rezept liest sich sehr fein. Holunder hab ich hier (noch) nicht. Aber vielleicht versuche ich das mal mit Apfelbeeren.
    Danke für die Idee.

    LG Martha

    • miteigenenhaenden

      Hallo Martha,
      das ist auch eine Idee. Hast du Apfelbeeren schon einmal für so eine Art Kuchen verwendet? Ich hatte sie schon im Rührkuchen. Da waren sie sehr gut.
      Liebe Grüße, Sibylle

      • Martha

        Hallo Sibylle,
        ja ich habe mir nun schon mehrfach einen Streuselkuchen mit Mürbeteig, Puddingschicht und Apfelbeeren davon gebacken. Das war immer sehr fein. Nun gilt es aber mal ein bisschen Abwechslung in die Verwendung der Früchte zu bringen. Ich hab schon ein paar Ideen dafür und dein Rezept kam nun noch dazu.

        LG
        Martha

        • miteigenenhaenden

          Ah, danke! Das werde ich mal probieren. 😀
          Liebe Grüße, Sibylle

  4. Miriam

    Das Rezept kenne ich auch von einer Reportage aus dem Hessenpark, sieht sehr gut aus! Spontan könnte ich mir auch Brombeeren gut vorstellen statt Holunder oder eine Mischung. Werde ich auch mal machen, danke für das Rezept!
    Gruß Miriam

    • miteigenenhaenden

      Hallo Miriam,
      ich denke, dass das mit Brombeeren auch sehr lecker ist. Nur darf man dann vielleicht nicht ganz so viele Früchte auf den Teig tun, weil Brombeeren wesentlich saftiger sind. Sonst ist am Ende der Teig matschig. 🤔
      Muss ich mal probieren. Danke für die Idee!
      Sibylle

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