Die ist ein Beitrag aus meinem alten Blog. Die Erstveröffentlichung war am 26. April 2019.
Zu Ostern gibt es bei uns Lammbraten. Das ist mal etwas ganz besonderes. Preislich nicht gerade das günstigste Essen, aber wir essen so etwas mit der besonderen Beachtung. Es ist ja nur einmal im Jahr Ostern.
Zubereitet hatte ich den Braten schon 2 Tage vor dem Essen, damit sich noch schön die Aromen verbinden und damit das Fleisch im Kühschank abkühlen kann. Gekühlt kann man Braten besser aufschneiden.
Am Abend vor dem Anbraten und Schmoren habe ich das Fleisch mariniert. Das mache ich übrigens immer mit größeren Bratenstücken.


Die Marinade bestand aus:
- Rosmarin
- Dost / wilder Majoran
- 1/4 TL weißer Pfeffer
- 2 Knoblauchzehen
- 1/2 Lorbeerblatt
- 2 Wacholderbeeren
- Salz
- 1 EL weißer Balsamiko
- 6 Aprikosen
Zubereitung:
Das Fleisch gut anbraten und langsam schmoren. Bei einem 1,2 kg Stück dauert das ca. 4 bis 5 Stunden und werden 8 bis 10 Portionen.
Aus dem großen Knochen, der in der Keule war, habe ich eine gute Brühe gekocht. Daraus koche ich mal eine schöne Suppe. Das abgeschöpfte Fett kann ich später auch verwenden, deshalb habe ich es mit eingekocht.

Das, was wir jetzt nicht verbraucht hatten, habe ich eingekocht. Bei Schmorbraten geht das sehr gut. 45 Minuten im Schnellkochtopf bei vollem Druck reichen, weil das Fleisch ja durchgegart war.
Diese Schätze kommen jetzt ins Kellerregal: 1 Glas Brühe, 2 Gläser Braten mit Soße (natürlich nicht angedickt) und 2 Gläser Fett zum Braten.

Vielleicht ist das auch eine Idee für dieses Jahr. Man kann den Braten sehr gut einige Tage, oder eingekocht auch ein paar Wochen, vor Ostern zubereiten. Dann gibt es keinen Stress, falls Besuch kommt. 😉
Hallo, es sieht auf jeden Fall lecker aus. Bei uns zuhause gibts leider nie Lamm, da weder Mann noch Tochter das mögen. Deshalb stürze ich mich auf jedes Lammgericht, dass es ab und zu bei uns in der Kantine gibt. 😉 Die lassen das da auch richtig lange schmoren und dann ist das traumhaft zart. Aber vermutlich kann man das einkochen auch mit anderen Braten machen. Ich hatte die Tage was vom Putenbraten übrig. Das hab ich dann gewürfelt und eingefroren, um es demnächst in eine Kartoffel- oder Nudelpfanne zu werfen. Vermutlcih hätte ich es auch einkochen können, bin ich in dem Moment aber garnicht drauf gekommen. 🙂 lg alexandra
Hallo Alexandra,
ich esse Lamm auch mal ganz gern, aber es ist eben etwas, was man nicht jeden Tag isst.
Bei uns gab es früher nur Hammel. Boh, das ist was ganz anderes!
Du kannst das einkochen mit auch allen anderen Schmorgerichten machen. Ich finde, durch das Einkochen gewinnt das Gericht eher sogar.
Klar hättest du die Putenrestwürfel auch einkochen können. Es ist nur die Frage, was in dem Falle wirtschaftlicher ist: einkochen oder einfrieren.
Liebe Grüße, Sibylle
Oh, that will make for a lovely Easter dinner!
I hope so. 😉
Best regard,
Sibylle
Was für ein herrlich bodenständiger Beitrag! Während andere zu Ostern noch hektisch durch überfüllte Supermärkte hetzen, hast du bereits vor Wochen vorausschauend deinen Lammbraten zubereitet und eingekocht. Das ist strategische Lebensplanung vom Feinsten.
Besonders charmant finde ich die Ehrlichkeit: „Preislich nicht gerade das günstigste Essen“ – aber genau deshalb wird es mit der gebührenden Wertschätzung behandelt. Kein gedankenloses Runterschlingen, sondern bewusstes Genießen eines besonderen Moments.
Gutes Essen ist Zeitgeschenk für sich selbst. Während andere noch improvisieren, kannst du gelassen lächeln. Danke für diese wunderbare Erinnerung daran, dass Vorausdenken manchmal die beste Form der Selbstfürsorge ist.
Hallo Ron,
danke dir für deinen Kommentar. 🙂
Ja, Planung und Vorausdenken kann viel Stress vermeiden.
Ich wünsche dir einen schönen Tag!
Sibylle
Was den Preis für Lammbraten angeht, kann man den – wenn man kein Biofleisch erwartet – sehr gut in türkischen Gemüseläden kaufen. Die sind viel günstiger damit als Fleischer. Zumindest in Hamburg.
Hallo Ines,
danke für den Tipp!👍
Liebe Grüße, Sibylle