und Zeit und Geld spart
Schon oft habe ich zu meinen Essenplänen den Kommentar bekommen: Wenn du einen Essenplan für einen Monat machst, bist du doch total unflexibel?! Was machst du, wenn mal was nicht nach Plan läuft?
Vielleicht wird mit diesem Beitrag manches etwas klarer, denn unflexibel fühle ich mich mit der Planerei nicht – eher im Gegenteil.
Für diesen Monat habe ich folgenden Essenplan

Das ist ein Auszug aus meiner Excel-Tabelle mit den Bemerkungen „Hu“ und „Ha“ „Hu“ heißt, dass der Hausherr Essen für unterwegs braucht. Das ist vor allem beim Erstellen des Plans wichtig, denn am diesen Tagen sollte das Essen transportfähig und möglichst so sein, dass man es in der Thermobox warmhalten kann.
„Ha“ heißt, dass er zum Mittag eher einen Snack mitnimmt, weil er nicht weiß, wie lange er unterwegs sein wird. An solchen Tagen gibt es erst am Abend das warme Essen, oder eben doch am Mittag, wenn er dann schon da ist.
In anderen Plänen gibt´s Bemerkungen zu Gästen, oder z.B. „oH“, wie ohne den Hausherrn usw.
Ich plane also solche und natürlich auch andere geplante Ereignisse mit ein. Wir haben einen gemeinsamen Kalender, nach dem wir planen.
Was muss ich vorbereiten?
Dass ich nicht jeden Tag von Grund auf koche, haben meine Leser schon mitbekommen. Ich bereite vieles vor und nutze meine Vorratshaltung sehr intensiv.
In meinem Plan markiere ich
- grün: alle Zutaten vorhanden, bzw. Essen ist schon fertig
- rot: Zutat fehlt / einkaufen
- blau: Gericht kochen oder vor-, bzw. einkochen, Zutaten überprüfen und gegebenenfalls einkaufen

Daher der Plan so:

(Die Spalte „einkaufen“ bezieht sich nicht ausschließlich auf die aufgeführten Gerichte.)
Da ich alle Zutaten, bis auf die rot markierten im Vorrat habe, kann ich die Hülsenfrüchte einweichen und dann etwas anderes erledigen.


Während ich Zutaten aus dem Vorrat hole, schätze ich ab, wann ich diese Zutat nachkaufen sollte.
Die Möhren neigten sich so langsam dem Ende und es gab sie für 79 ct/kg im Angebot. Ich habe 4 kg gekauft, küchenfertig vorbereitet und eingefroren.
Der Normalpreis liegt heute -ich habe gerade geschaut- bei mindestens 1,99 €/kg. Gegenüber dem Normalpreis habe ich also 4,80 Euro gespart und ich habe Möhren griffbereit, wenn ich sie brauche.

Nach und nach koche ich die Gerichte und koche sie ein. Natürlich kochen ich dann nicht nur eine oder zwei Portionen vor, sondern mindestens 4. Einmal kochen, einmal einkochen und nur noch zugreifen, wenn es gebraucht wird.
Kein Stress und kein Zeitdruck.



Das sind Hummus als Halbfertigprodukt, Erbsensuppe und Taco-Suppe.

Weil Julia neulich gefragt hat, habe ich mal auf die Uhr geschaut. Für alle drei Gerichte zusammen (8 Portionen Mittagessen + Vorbereitung für Dips) habe ich heute etwa 1 Stunde 45 Minuten aktiv gearbeitet, wobei ich die Zeit zum Vorbereiten der Brühe für die Erbsensuppe und das Schnippeln des Gemüses nicht mitgerechnet habe. Die haben ich nur aus dem Vorrat geholt.
Die Zeit, die die Hülsenfrüchten eingeweicht haben, die Kochzeit und die Einkochzeit habe ich für andere Arbeiten genutzt.
Abgewaschen hat die Spülmaschine, „die Platte geputzt“ habe ich immer wieder zwischenzeitlich.
Noch mal zur Flexibbilität

Die Flexibilität wird durch langfristige Planung und meine Vorratshaltung ermöglicht. Ich koche Brühen ein, wenn es sich ergibt. Wenn es ein Brathühnchen zum Essen gibt, koche ich anschließend Hühnerbrühe aus den „Resten“ ein.
Als ich Kassler gekocht habe, hab ich aus dem Knochen eine Brühe für z.B. Erbsensuppe gekocht usw. So etwas kommt dann bis zur Verwendung ins Kellerregal.
Wenn man sich anschaut, wieviel von den geplanten Essen schon vorhanden, oder zumindest die Zutaten im Haus sind (siehe der bunte Monatsplan oben), sieht man, dass ich spontan auf Veränderungen reagieren kann. Es macht mir keinen Stress, wenn etwas nicht nach Plan klappt. Wenn ein Essen heute nicht funktioniert, gibt es ein anderes.

Vielleicht erklärt sich jetzt -zumindest ansatzweise – wie ich Zeit und Geld beim Kochen einsetze und wie starr oder flexibel mein System ist. 😉
Bei Fragen, fragt bitte.
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