Die Reihe „Lebensmittel im …“ hatte ich im April beendet, weil sie doch sehr zeitaufwändig zu schreiben ist. Nun habe ich mich aber sehr kurzfristig entschlossen, sie doch weiterzuführen, weil sie mir persönlich auch guten schönen Rückblick bietet. Als wenn man sich und sein Tun im Spiegel betrachtet. Das kann mich sowohl beflügeln, als auch zum Nachdenken über das eigene Verhalten anregen. Mit etwas zeiltichem Abstand gelesen, wird manches deutlicher. 😉


Wie bisher plane ich das Essen monatlich vor. Auf der Grundlage erstelle ich dann die Einkaufsliste und bündele damit die Einkäufe auf eine minimale Anzahl.
Nach wie vor gibt es bei uns kein Fertigessen, keine „schnellen Tüten“, keine Brühwürfel, keine Fertigmischungen usw.
Es gibt nur eine Ausnahme: Der Hausherr kauft sich jeden Sonntag seine Frühstücksbrötchen beim Bäcker hier im Dorf. 🙂

Ich kaufe Grundnahrungsmittel und mache mit miteigenenhaenden das Beste draus.
In unserem Garten kann ich einiges an Beeren, Obst, Gemüse und Kräutern anbauen und wenn ich mich genügend drum gekümmert habe und die Schädlinge nicht zu sehr aktiv waren, auch was ernten, verarbeiten, konservieren und natürlich dann auch auf den Tisch stellen. Auch das miteigenenhaenden.

Der Essenplan für August

Diesen und alle anderen Essenpläne findest du hier

Die Einkaufsliste

Wie ich zu meinen Einkaufslisten komme, habe ich in diesem Artikel beschrieben.

Die Liste entsteht also hauptsächlich am Computer.
In diesem Monat hatte sich unsere geplante Besucherschar spontan um ein paar Besucher erweitert. 😀👍 Ich musste also auch meine Einkaufsliste spontan erweitern, zumal ich nicht nur die Menge, sondern auch die Zusammensetzung der Lebensmittel erweitern musste.

Es gibt also einige handgeschriebene Ergänzungen.
Am Ende war es, wie immer viel zu großzügig gedacht. Es musste keiner hungern. Es war an jeden und an alle Vorlieben und Unverträglichkeiten gedacht, wir hatten die nächsten Tage „Reste“ zu essen und mein Essenplan war für ein paar Tage über den Haufen geworfen. 😅🤗

Der Einkauf

Im August war ich drei Mal einkaufen: mein Haupteinkauf, ein Einkauf, bei dem ich hauptsächlich Angebote für den Vorrat gekauft hatte und einen Einkauf, weil sich die Personenzahl des geplanten Besuches spontan vergrößert hatte. 😀

Gebacken

Trotz der Hitze habe ich Brot gebacken. Es war notwendig, aber ich habe beide Brote an einem Tag gebacken. Somit hatte ich nur am einem Tag lange zusätzliche Hitze in der Küche.
Ein glutenfreies und ein Roggen-Dinkel-Sauerteigbrot.

In Scheiben geschnitten und eingefroren, bleibt alles frisch und es verdirbt nichts. Je nach Bedarf wird dann scheibenweise aufgetaut.

Eine Schokomousse-Torte mit Nusskrokant. Das Rezept hatte ich aus dem Internet. Bei der späteren Betrachtung hat das Bild ganz und gar nicht zum Rezept gepasst. Wenn ich aufmerksam gelesen hätte, hätte ich es merken können. Hab ich aber nicht.
Ja, ging zu essen. Es hat aber eher etwas von einer überdimensionalen Pralinenfüllung. Nix Torte. Ich habe das Rezept inzwischen gelöscht.

Von dem aufgeschnittenen glutenfreien Aprikosen-Schmand-Kuchen habe ich gar kein Foto gemacht. Er war sehr lecker. Einen Beitrag dazu (inklusive Rezept) habe ich für den 30. September 2026 vorgesehen.

Ein gewöhnlicher, glutenfreier Rührkuchen reicht für Nachmittage unter der Woche. Der ist schnell gebacken.

Aufwendiger ist der glutenfreie Holunderbeerkuchen. Das Rezept findet ihr hier.

Eingekocht / konserviert

Schweinenacken ist im Sommer immer mal wieder im Angebot, weil es oft als Grillfleisch verwendet wird. Ich habe ca. 1 1/2 kg gekauft, die Knochen abgeschnitten und das Fleisch mariniert. Am nächste Tag habe ich einen Nackenbraten draus gemacht und aus den Knochen Brühe gekocht. Es sind 12 Portionen Braten und drei Gläser Brühe als Soßengrundlage geworden.

Etwa jede Woche mache ich 1,5 Liter Joghurt .

Ein paar Tellerbilder

Resteessen: Pfannengemüse mit Risotto, Hackfleisch-Patties, etwas Kartoffelbrei und Bratensoße

Selbstversorgung

Puh, ja. Es ist Erntezeit. Es ist die Zeit, auf die ich mich jedes Jahr freue. Man geht in dem Garten und kommt mit einer Hand voll Essbarem zurück.
Die Zeit ist aber auch sehr arbeitsintensiv. (Ich mache das gern!) Die Ernte wird für die Lagerung vorbereitet und gleichzeitig läuft die Vorbereitung für die Herbst- und Winterernte. Das heißt, ich ziehe Setzlinge und pflanze sie aus, wenn sie groß genug sind. Diese Arbeit beginnt im Juli und geht bis in den Oktober hinein, wobei die intensivste Zeit im Juli bis Anfang September ist.

Da ich in der (Blog-)Pause war, habe ich nicht soo viele Fotos gemacht, aber ein paar geben doch einen kleinen Einblick.

fermentierte Brombeerblätter geben einen sehr aromatischen Tee

Mit Holunder kann man leckeren Kuchen backen und Holunderbeersaft hilft gegen Fieber und Erkältungen.

Von den Johannisbeeren habe ich ein paar Flaschen Saft machen können. Den Trester vom Saft habe ich getrocknet. Der kommt mit in die Früchteteemischung für den Winter. Außerdem habe ich für den gleichen Zweck rote und schwarze Johannisbeeren getrocknet.

Mit Zucchini habe ich in diesem Jahr im Garten kein Glück, aber es gibt sie jetzt zum Teil für unter einem Euro pro Kilo im Laden zu kaufen. Das ist die Gelegenheit, Zucchinisalat einzukochen.

Es geht nichts über wirklich reife und aromatische Tomaten. Zu einem Abendessen habe ich eine Knoblauchcreme dazu gemacht. Sehr lecker! Mehr braucht´s nicht.

Auch Gurken sind jetzt sehr günstig zu kaufen, wenn man Glück hat. Aus zwei Bauerngurken habe ich eine Mischung für Zaziki für den Winter zubereitet. Dar Rezept dazu folgt am 16. September.

Kräuter trockne ich kontinuierlich, weil ich das Nachgewachsene so nach und nach ernten und trocknen kann. Es sind die ganz gewöhnlichen Gartenkräuter, aber auch Zwiebeln, Knoblauch, Löwenzahn usw.
Salz habe ich in diesem Jahr nicht dran gemacht. Das kann ich später individuell zugeben.
Diese Kräuter nutze ich für Kräuter-Streusalz für´s Frühstücksei z.B. Auch zum Würzen für Gemüse und Gemüsegerichten ist das dann gut. Aber es ist hautsächlich für die Zeit gedacht, wo frische Kräuter rar sind.

Wilden Knoblauch hatte ich mal beim Brombeerenpflücken gefunden. Ich verwende die Brutknollen für Knoblauchöl. Die Zwiebel lasse ich immer im Boden. So ist das für mich eine Bezugsquelle über viele Jahre.

Sommeräpfel koche ich als ganz mildes Apfelmus ein. Man kann sie sonst nicht gut lagern.

Die Mirabelle brauchen eigentlich noch 2 Wochen. Aus der ersten Kostprobe habe ich Marmelade gekocht. So sind sie auch jetzt schon recht lecker.

Die Kosten / Haushaltsbuch

Nach wie vor schreiben wir unser Haushaltsbuch mit allen Ein- und Ausgaben. So wissen wir genau, wohin das Geld fließt und können zur Not auch korrigierend eingreifen.

Mein Ziel für 2026 ist es, die Kosten für Lebensmittel unter 3,30 € pro Kopf und Tag zu halten. Ob mir das bei den erneuten Preissteigerungen gelingt, ist inzwischen eher fraglich.
Es wird immer schwieriger unverarbeitete Lebensmittel im Angebot oder reduziert zu kaufen. Wenn man sich mal die Angebotsblättchen anschaut, bemerkt man schnell, dass es immer mehr Non-Food und hoch verarbeitet, in Plastik verpackte Lebensmittel sind, die angepriesen werden.
Da hilft nur Überblick behalten, Passendes einkaufen, wenn es im Angebot ist und eine vernünftige Lagerhaltung betreiben. Nur so kann man große Preisausschläge etwas ausgleichen.

In der August-Summe sind auch die zwei Pakete Kaffeebohnen (2,2 kg), die neulich im Angebot waren. Damit müsste unser Kaffeevorrat für ein Jahr reichen.
Auch bei Kartoffelstärke habe ich zugeschlagen. Ich verwende sie zum Beispiel zum glutenfreien Backen, für Tortenguss und für Kartoffelgerichte. Da die Stärke um ein Drittel reduziert war, habe ich zwei Pakete (16 Päckchen) gekauft.

Auszug aus dem Haushaltsbuch für August 2026

Insgesamt habe ich im August 331,44 € für Lebensmittel ausgegeben, was ungerechnet 4,48 € pro Kopf und Tag sind.
Damit bin ich bei einem Jahresmittel (Januar bis August) von 3,75 € pro Kopf und Tag. In diesen Beträgen sind Besuch und unser Essen im Urlaub Urlaub inbegriffen.
Damit sind meine Lebensmittelausgaben für den Zeitraum Januar bis August 2026 insgesamt 119 € über meinem selbst gesteckten Ziel.