Danach hatte Julia am 11. Januar 2026 im Kommentar unter meinem Beitrag „Abrechnung unserer Lebensmittelkosten 2025“ gestellt. Damit war sie nicht die Erste und nicht die Letzte.
Peter fragte unter dem selben Artikel am 8. Februar : „Darf ich fragen, was du mit deinem ganzen Geld machst, dass du nicht ausgibst ?“
Was antworte ich da? 🤔
Ich muss immer lange überlegen, was ich auf diese und ähnlich lautende Frage antworte und ehrlich gesagt, tue ich mich auch jetzt damit schwer. Es scheinen zwei Welten aufeinander zu treffen. Unverständnis auf beiden Seiten?
Nicht, dass ich diese Fragen nicht für legitim halte. Keines Falls! Es fällt mir nur genauso schwer, mich in die Situation der Fragestellenden hinein zu versetzten, wie es wohl umgekehrt auch ist. 🤔😅
Ich gebe mir Mühe und bitte euch nachzufragen, wenn euch etwas nicht plausibel erscheint.
Achtung, der Artikel ist lang geworden. 🤨
Sparsamkeit bedeutet für uns
- anders mit dem Vorhandenem umzugehen
- creativ zu sein
- ganz bewusst einkaufen
- Anschaffungen gründlich überdenken (ja, wir kaufen trotzdem 😉)
- weniger Kram anzuschaffen, was man später wieder entrümpeln muss
- Ressourcen zu sparen
- Energie zu sparen
- weniger Müll zu produzieren
- nicht jedem Trend hinterher zu hüpfen
- mit dem zufrieden zu sein, was man hat
- sich nicht mit anderen zu vergleichen
- sich nicht mit Shoppingtouren für etwas zu belohnen
- Verantwortung für sich selbst zu übernehmen
- sich ein Stück weit von Fremdbestimmung zu lösen
- flexibler leben zu können
- ruhiger zu leben
- eine gewisse Resilienz aufzubauen
- auf Unerwartetes vorbereitet sein (siehe dazu auch unten)
- trotz geringem Einkommen z.B. Urlaub mit der Familie machen zu können
- usw.
Es bedeutet nicht,
- kein Geld auszugeben, um Geld anzuhäufen
- weniger zu arbeiten(, sondern anders zu arbeiten)
- nur mit/in abgewetzten Sachen zu leben
- nur das Billigste zu kaufen
- keine Freizeitaktivitäten zu unternehmen
- kein Urlaub zu machen
- sich nichts zu gönnen
- usw.
Nur um Geld zu sparen?
Das ist und war nie das alleinige Ziel. Allerdings hat unsere Art zu leben den positiven Nebeneffekt, dass wir weniger Geld benötigen und so in guten Zeiten Überschüsse sparen und (nicht nur) in schlechten Zeiten davon profitieren können.
Was will ich mit meinen Blogbeiträgen zum Sparen bezwecken?
Wenn ich auf meinem Blog ständig über das Geldsparen schreibe und auch Beispiel inklusive Zahlen gebe, mache ich das hauptsächlich, um Interessierten zu zeigen, wie man mit wenig(er) Geld gut leben kann. Sich ständig zu beklagen, dass das Einkommen nicht reicht, weil die Preise so hoch sind, macht weder zufrieden, noch bringt es eine Lösung.
Wie auch schon in vorhergehenden Beiträgen betone ich auch hier noch einmal: Ja, es gibt auch in Deutschland mehr als genug Menschen, denen es finanziell miserabel geht. Das weiß ich. Es gibt aber sehr viele Menschen, die -meiner Meinung nach- ein Einkommen haben, mit dem ein gutes Leben möglich wäre, sie aber wegen ihres Konsumverhaltens auf keinen grünen Zweig kommen und schimpfen wie die Rohrspatzen, weil immer der Chef, die Politiker oder wer weiß sonst noch wer schuld an ihrer Situation sind.
Ich will niemanden belehren. Ich will nur anregen.
Jeder ist in erster Linie für sich selbst verantwortlich.
Warum genau leben wir so?
Die Antwort darauf, die mir dazu immer sofort einfällt, ist ein achselzuckendes „Warum nicht?“ Wir leben schon immer gut so – seit über 40 Jahren. Erfolg gibt Recht.
Das allein ist aber keine befriedigende Antwort, denke ich. Daher ein Blick in die
Historie.
Erst hatten wir wenig Geld, weil wir in der Lehre waren, dann hatten wir wenig Geld, weil wir studiert haben.
Dann hatten wir etwas mehr Geld und natürlich haben wir in der Zeit vieles ausprobiert. Wir waren jung und wollten die finanzielle Freiheit feiern, aber es erwies sich, dass es irgendwie gar keine Notwendigkeit gab, viel mehr auszugeben um gut leben zu können.
Dann hatten wir wieder sehr viel weniger Geld, aber mehr „Mäuler zu stopfen“ 😉🙂, aber ich wollte aus bestimmten Gründen nicht arbeiten gehen, was sich im Nachhinein als wirklich richtig erwies.
Später war wieder mehr Einkommen, aber kein Verlangen nach einem anderen Lebensstil.
Was bedeutet das im praktischen Leben?
Auf Unerwartetes oder Bevorstehendes vorbereitet sein
Wir sind keine Prepper, die sich so vorbereiten, dass sie in ihrem Bunker einen Atomkrieg überleben können (wollen).
Bei mir gehört zum Vorbereitet sein nicht nur, dass man ein gewisses finanzielles Polster und einen genauen Überblick über seine Finanzen hat, hat sondern, dass man sich auch und gerade außerhalb von Notzeiten Fähigkeiten aneignet, wie man selbst sich helfen kann und diese dann auch anwendet. Dazu gehört für mich
- kochen und backen zu können
- zu wissen, wie man Lebensmittel aufbewahrt und konserviert
- zu wissen, wie man Kleidung flickt
- stricken und nähen zu können (zumindest ansatzweise)
- zu wissen, wie man Gebrauchsgegenstände reparieren oder womit man die ersetzen kann
- wenn die Gegebenheiten es hergeben, zu lernen, wie man Lebensmittel selbst anbauen kann
- zu wissen, welche Hausmittel einem bei kleineren Erkrankungen helfen können
- zu wissen, wie man man nutzbare Wildfrüchte, Kräuter und Wurzeln erkennen, finden und verwenden kann
- zu wissen, wo man Informationen finden kann
- zu wissen, wer einem Fähigkeiten beibringen kann und dieses auch zu nutzen
- zu wissen, wen man fragen, oder mit wem man im Notfall zusammenarbeiten kann
- usw.
Ganz reale Anwendungsbeispiele, wo wir diese Vorbereitungen gebraucht haben, bzw. brauchen werden:
- Einkommen bei Krankheit oder sogar Verdienstausfall:
Ich hatte ja geschrieben, dass der Hausherr im Frühjahr 2025 einen Herzinfarkt hatte. Das bedeutetet für einen Selbständigen, dass er erst 42 Tagen nach der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit einen Einkommensersatz, sprich Krankengeld, erhält. 6 Wochen ohne Einkommen, aber die Kosten laufen weiter. Darauf sollte man vorbereitet sein.
Wir waren es. - Leben mit einem Teilzeitjob und damit mit halbem Lohn, wegen Kindererziehung, Pflege von Angehörigen usw.
- Leben von der Rente:
Ich glaube, darüber muss ich nichts schreiben. Es gibt jetzt schon sehr viele Rentner, bei denen das Geld nicht reicht. Das wird in Zukunft nicht besser . - Leben mit Erwerbsminderung:
Niemand weiß, ob und wann es einen mal erwischt. Bei längerer oder andauernder Krankheit wird es auch in Deutschland eng mit dem Geld.
Viele lehnen sich zurück und meinen, sie könnten dann von der Erwerbsminderungsrente leben.
Jaaa, … die zu bekommen ist ein jahrelanger Kampf.
Zwischenzeitlich kann man Hilfe vom Jobcenter beantragen. Diese Hilfe bekommt man aber erst, wenn man bedürftig ist. Das heißt, wenn das Geld auf dem Konto so gut wie aufgebraucht ist.
… und von der EM-Rente leben? Naja, … Im Jahr 2023 betrug der die Durchschnitts-EM-Rente 1059 Euro pro Monat vor Steuern.
(Quelle, 10.02.2026, 10:00 Uhr)
Davon kann man keine Sprünge machen. Dann ist es hilfreich, wenn man weiß wo und wie man sparen kann.
Meine EM-Rente liegt weit unter dem Durchschnitt, weil ich – wie oben geschrieben – einige Jahre kein Einkommen hatte und somit auch nicht in die Rentenkasse eingezahlt habe.
Wissen, wie man mit Lebensmitteln umgeht
Dass ich kaum Fertiggerichte kaufe, habe ich schon mehrfach geschrieben. Ums ganz kurz runter zu brechen:
- sie schmecken uns nicht
- sie sind, für das was drin ist, zu teuer
- sie enthalten meist Farb-, Konservierungs- und sonstigen Zusatzstoffe, die für die maschinelle Verarbeitung und die Lagerung auf der Lieferkette optimal, aber für die menschliche Ernährung oft suboptimal sind

Ja, selbst zu kochen und zu backen bedeutet manchmal, dass man länger in der Küche steht, aber im Gegensatz zur Generation meiner Großmutter haben wir heute ganz andere Möglichkeit der Konservierung, wie haben andere Küchengeräte usw.
Mit langfristiger Planung und natürlich auch mit Übung und Erfahrung ist das nicht so schlimm, wie mancher befürchtet. Ich brauche für Mittagessen am Sonntag 20 Minuten bis es auf dem Tisch steht. Das geht, weil ich in großen Mengen und damit effizient koche, diese dann konserviere und das Sonntagsessen dann eben schon vorbereitet war/ist.
Es gibt mehrere Gründe dafür, dass wir kaum außer Haus essen
Restaurants. Der erste Grund ist fast der gleiche, wie bei den Fertigprodukten. Es wird in den Restaurants kaum noch von Grund auf selbst gekocht. Convenience Food aufzuwärmen ist keine Kunst, die man teuer erkaufen muss.
Ein Frühstück an der Tankstelle, beim Bäcker oder Discounter ist auf die Dauer zu teuer und -> siehe Fertigprodukte
Hier ein -glaube ich – recht preisgünstiges Beispiel und eine kurze Rechnung:




250 Arbeitstage im Jahr, 250 x 1 belegtes Brot á 3,80 € und 250 Becher ToGo-Kaffee á 1,20 €. Das sind 1250 €. Das will erst einmal verdient werden.

Zweites Frühstück im Zug. Die Alternative dauert keine 10 Minuten in der Vorbereitung.
Mittagessen
Wer nicht die Möglichkeit hat, mittags in der Kantine zu essen, greift oft auf irgendetwas zurück, was es in der Umgebung zu kaufen gibt .
Dieses Essen muss schnell satt machen, aber es ist oft Mangels an Gelegenheiten nicht das Essen, was einer halbwegs ausgewogenen Ernährung entspricht. Außerdem spielt der Preis dann eine untergeordnete Rolle. Hauptsache was zu Essen in den 30 Minuten Mittagspause.
Hier unsere Alternativen.







Essen vorbereiten:
Als ich noch gearbeitet habe, sah unser Kühlschrank montags in der Früh so aus.
Hauptsächlich im unteren Fach stehen die Mittagessen für die nächsten 5 Tage. Damals hatte ich noch nicht so viel eingekocht, aber eben vorgekocht.
Dazu kommt, dass man in Deutschland kaum zuverlässig glutenfreies Essen bekommt (ich habe Zöliakie)
Verbrauchsartikel vermeiden
Wir verwenden keine Küchenrolle, keine Alufolie, keine Frischhaltefolie, kein Einwegbesteck, keine Pappgeschirr, usw. Das spart Geld und Müll. Es gibt Alternativen, die Oma noch kannte.
Dazu hatte ich schon Artikel dazu geschrieben.
und hier
Wissen, wie man Kleidung oder Dinge reparieren und/oder weiterverwenden kann
Wenn man etwas zeitnah repariert, ist es oft nur eine Kleinigkeit, die zu erledigen ist. Mir sind die Sachen einfach zu schade wegzuwerfen, wenn sie noch zu retten sind.
Wenn sie für den eigentlichen Zweck nicht mehr zu gebrauchen sind, gibt es meist noch eine Möglichkeit, sie upzucyclen (wie es jetzt neudeutsch heißt). Warum soll man etwas neues kaufen, wenn man etwas vorhandenes nutzen kann?
Und was machen wir nun mit der ganzen Kohle?

Wie geschrieben, hatten wir immer Phasen mit mehr oder weniger Geld in der Tasche. Das geht bestimmt vielen so.
Unsere Art zu wirtschaften und zu leben, ermöglicht uns ein gutes, flexibleres, selbstbestimmteres Leben – in guten und in schlechteren Zeiten.
So, ich beende jetzt den Artikel, sonst liest ihn kein Mensch mehr. 🤣 „Man“ hat ja heute keine Zeit mehr für so lange Texte. 🤔😏
Wenn ihr Fragen habt, fragt bitte!
Ich komme aus dem zustimmend nicken gar nicht mehr heraus
🙂
My main goal for being frugal was to stay home with my daughter rather than work a nine to five job and I did that. We kept expenses low and did the usual frugal things and she is an adult now. Your article is very well written and a pleasure to read. We are kindred spirits for sure.
Hi Belinda,
I also think we have a lot in common. That’s why I enjoy reading your blog so much. 😉
Best regards, Sibylle
Hallo, ein sehr schöner Artikel und nicht zu lang. 🙂 Schön, das du noch auf ein paar andere Artikel verlinkt hast, die lese ich gerne zur Auffrischung noch mal.
Es ist eben ein vielschichtiges Thema. Ich finde mich in sehr vielen Dingen wieder. Wir leben auch sparsam und bewusst. Wir kaufen vieles gebraucht, machen vieles selbst und brauchen auch nicht immer den letzten und neusten Elektronik-Schnickschnack. Ich finde, das gibt Freiheit. Mein Mann und ich arbeiten beide aus gesundheitlichen Gründen mit reduzierter Arbeitszeit. Und gleichzeitig finanzieren wir noch der Tochter das Studium. Das können wir deshalb entspannt machen, weil wir nicht jeder Konsumlaune hinterher laufen. Ich glaube auch nicht, dass wir beide es schaffen, bis 67 durch zu arbeiten. Insofern werden wir auch keine riesige Rente haben. Aber weil wir jetzt schon eher sparsam und bewusst leben, macht uns das keine Sorgen. Und das ist ein schönes GEfühl. Natürlich geben wir auch Geld aus, für Dinge, die wir gerne machen. Wir gehen beide ins Fitnessstudio, weil es uns gesundheitlich sehr gut tut. Ich besuche hin oder wieder gern mal einen Kurs, wenn es um lernen von Dingen geht (nächste Woche zum Beispiel einen Obstbaumschnittkurs, weil mir da Bücher nicht so weitergeholfen haben). Aber für andere Dinge geben wir eben kein Geld aus oder weniger (nur alle paar Jahre ein gebrauchtes Handy statt jedes Jahr ein neues Iphone usw.). Leider ist es so, dass in meiner Familie wir schon irgendwie die Exoten sind. 🙁 Meine Schwester und Familie ist das genaue Gegenteil. Das ist ihre Entscheidung und wir sprechen da auch nicht drüber. Ich freue mich immer, wenn ich hier Deine Ideen lesen kann, da nehme ich viel von mit, lg alexandra
Hallo Alrxandra,
dann haben wir ja wirklich recht viel gemeinsam. 😉
Ich denke auch, dass ihr unter den Bedingungen gut mit euerer Rente klar kommen könnt.
Alles gute euch!
Sibylle
Liebe Sibylle,
Vielen Dank für deinen ausführlichen und spannenden Artikel! Ich kann alle Punkte gut nachempfinden. Die Erkenntnis, durch reparieren oder selbst machen z.B. etwas Geld für einen Urlaub zu haben, ist ja – genau wie das Beispiel mit dem Socken selbst stopfen – total schön!
Ich denke, es ist total wichtig, sich auf diesem Weg nicht gegeneinander auszuspielen oder dogmatisch zu werden (das lese ich in deinem Artikel auch nicht heraus. Ich nehme es nur in manchen Diskussionen wahr). Dann kann es eher zu unangenehmen Gefühlen führen und das reduziert vermutlich auf lange Sicht so Motivation am Ball zu bleiben. Wir sind auch in Vielem sparsam und eignen uns immer mehr Fähigkeiten an. Nach einer Woche krankem Kleinkind, Kitanotbetreuung, Säugling und auch nicht mehr ganz fitten Eltern ist Vorgekochtes aber auch mal aufgebraucht und dann lobe ich mir eine Tiefkühlpizza. Und mag in dem Moment dann keinen moralischen Kompass anwerfen. Die Gesundheit hält das ja schon aus und wenn dafür mal einen Abend die Küche schneller gemacht und man früher im Bett ist, tut das auch gut. So kommt es eben immer sehr auf individuelle Situationen und Ressourcen an.
Zu den Generationen: ich frage mich auch oft, wo Ursachen liegen. Und auch hier muss man sich nicht gegeneinander ausspielen. Als Anekdote : einen höheren Widerstand gegenüber Tüchern als Geschenkpapier statt dem üblichen Papier, um Geld und Papier zu sparen, kenn ich zum Beispiel eher aus der Ü60-Generation 🤷🏼 „das können wir uns doch wohl leisten“, ist dann die Antwort.
Ich fand deinen Artikel übrigens auch gar nicht zu lang!
Hallo Julia,
danke für deinen Kommentar!
Wenn ich über die „junge Generation“ schreibe, meine ich das nie negativ. Wie sollte ich es sonst schreiben, ohne ein genaues Alter angeben zu müssen. Sie sind halt meist wesentlich jünger als ich. 😏😅. Ich halte auch gar nichts von den Generationenkonflikt, der auch oft durch die Presse angeheizt wird.
Tiefkühlpizza ist völlig ok. Es gibt Gründe für und gegen. Hey, und wenn die Eltern von kleinen Kindern krank sind, ist es wichtig, überhaupt etwas zum Essen auf den Tisch stellen zu können. Es sollte eben aber nicht so sein, dass das -meiner Meinung nach- teurere, aber schlechtere Essen die Gehaltsreserven aufbrauchen, wie es scheinbar oft ist.
Dass sich die ü60 Generation 🫣 in manches „moderne Zeug“ nicht hineinversetzten können oder wollen … ja, dann lass ihnen ihr Geschenkpapier. 🤣
Liebe Grüße und gute Besserung, falls ihr noch nicht wieder auf dem Damm seid!
Sibylle
Also, ich hatte Zeit 😉
Sehr guter Artikel, finde ich! Es geht halt nicht hauptsächlich um die Kohle, meine Motivation für ein sparsamer(es) Leben wäre am ehesten die Unabhängigkeit von Konsum-Konzernen und das gute Gefühl, wenn ich etwas selbst „geschafft“ habe. Ich habe z.B. neulich erstmals die Spitze einer Socke neu gestrickt – hab ich zum ersten Mal gemacht, war aber nachher stolz wie Bolle, als ich damit fertig war.
Hallo Domic, schön, dass du Zeit hattest. 👍🙂
Siehste, genau das ist es. Du hast deine Socken repariert und bist stolz auf dich. Super! Ich gratuliere. Was hätte es ausgelöst, wenn du dir ein paar neue Socken gekauft hättest? Wahrscheinlich wären die Füße genau so warm, aber der Stolz fehlt.
Schönen Tag dir!
Sibylle
Ich denke, diese Lebensphilosophie sollte man eigentlich weder erklären müssen und schon gar nicht rechtfertigen.
Allerdings sind jüngere Generationen in einer Überflussgesellschaft mit Wegwerfdenken aufgewachsen, während es am Land und unter normalen Bürgern vor Jahrzehnten gang und gebe war, einfach achtsam zu leben und zu wirtschaften. Als Weg der logischen Vernunft. Es hat niemals bedeutet, sich nie etwas zu gönnen, aber wenn, dann zum richtigen Zeitpunkt und Anlass. Und halt immer das Hirn eingeschaltet.
Hallo Patrik,
du hast Recht: rechtfertigen sollte sich niemand müssen. Ich habe meinen Artikel auch gar nicht als Rechtfertigung gesehen. (Wäre ja noch schöner… 😉)
Ich denke aber, die junge Generation ist im Überfluss aufgewachsen und viele der Eltern dieser Generation haben es versäumt, den Kindern diese Selbstverständlichkeiten von Früher beizubringen. Das Problem liegt nicht bei der jungen Generation, sondern eine oder zwei Generationen davor. Ich freue mich über jede Frage, wenn sie ehrlich und von echtem Interesse ist.
Schönen Tag dir!
Sibylle
Hi, vielen Dank für den super Artikel. Positiv ist aber auch bei so einer Lebensweise, man kann sich die teure Getreidemühle leisten man kann mal in Urlaub fahren…. sich die Zusatzleistungen gönnen….. grundsätzlich muss natürlich jeder wissen was er mit seinem Geld macht und ich empfinde es alles extrem naiv wie es mit unserer Konsumgesellschaft läuft.
Zu dem Thema Generation, ich bin 40 Jahre und mein Empfinden zu der Sache ist dass die Generation meine Großeltern noch typisch Nachkriegsgeneration, extrem sparsam war und wertschätzend. Die Generation von meinen Eltern die wusste grundsätzlich noch auf was es ankommt, konnte sich aber mehr leisten und man darf nichts vergessen dass in dieser Zeit die Technik stark voranschritt, sprich Spülmaschine PC TV…. In meiner Generation bin ich so ein kleines Einhorn, die meisten finden es vollkommen okay Konsumkredite auf sich zu nehmen. ….In den letzten zwei langen Partnerschaften musste ich erstmal eine Schuldnerberatung machen bevor man an eine gemeinsame Zukunft denken konnte.
Ich empfinde deinen Blog als super Inspiration und extrem hilfreich. Mach weiter so 🙂
liebe Grüße
Danke Stefanie für deinen Kommentar!
Ja, ich werde wohl so weiter machen. 😉
Liebe Grüße, Sibylle