Julia hatte neulich gefragt, wie ich ganze Forellen verarbeite. Zeitlich hat das ganz gut gepasst, denn auf unserem Essenplan steht: 4. April (Karfreitag) gebratene Forelle, Grünkohl, Bratkartoffeln.

Also habe ich heute mal die Kamera über die Töpfe gehalten und fotografiert.
Zum Mittagessen gab es, wie geschrieben Forelle, Grünkohl, Bratkartoffeln und zum Abendessen eine Fischsuppe und etwas Brot dazu.
Obwohl es bei uns ganz in der Nähe einige Forellenzüchter gibt, kaufe ich gefrorene Fische. Leider. Der Hintergrund ist, das der Züchter zum Fangen einzelner Tiere Futter ins Becken wirft, dann ein oder zwei Tiere mit dem Kescher raus nimmt, sie tötet und sofort ausnimmt. Da aber Weizen einer der Hauptbestandteile des Fischfutters ist, der Züchter das Futter und anschließen den Fisch anfasst und ausnimmt, ohne sich um die Kontamination des Fisches mit dem Gluten aus dem Futter Gedanken zu machen, ist das für mich mit meiner Zöliakie ein Problem.
Das soll kein! Vorwurf an den Züchter sein. Ich beschreibe nur das Vorgehen und die Probleme, die an Stellen entstehen können, an denen man gar nicht darauf gefasst ist. Diese kleinen Spuren Gluten von den Händen das reichen aus, um mit den Darm zu schädigen. Auch wenn man den Fisch anschließend abwäscht, bleiben zu große Spuren.
Zölis, nicht nachmachen! Das endet mit Bachschmerzen und „Blockade der Nasszelle“.
Unter 20 part/million (ppm) Gluten gelten für Menschen mit Zöliakie als unbedenklich. (20 ppm = 20 mg/kg = 20 g/t)
Mittagessen: Forelle, Grünkohl, Bratkartoffeln


Ich mache das nicht professionell, daher an alle Angler: Überspringt diesen Absatz! 😉😅
Ich schneide erst den Kopf und den Schwanz ab und schneide dann den Rücken längs auf und schiebe mit dem Daumen das Fleisch entlang der Gräten Richtung Bauch. Bei Forellen funktioniert das gut. Ist etwas rabiat aber wirkungsvoll. 🙂
Von diesen Filets schneide ich anschließend die Flossen ab.

Gräten, Schwanz und Kopf kommen in einen passenden Topf. Wasser drauf, Salz und ein Lorbeerblatt dazu und in ca. einer Stunde nebenbei zu eine Brühe kochen.


Den Strauß Grünkohl hab ich frisch geerntet, gewaschen, grob zerkleinert und anschließend nur kurz (max. 10 Minuten) in der Pfanne gedünstet.



Die Kartoffeln habe ich auf die energiesparende Art gekocht und etwas auskühlen lassen, bevor sie in die Pfanne kamen.
Ein paar der gekochten Kartoffelstücke habe ich beiseite gestellt. Die brauchte ich für´s Abendessen. Der Rest wurde zu Bratkartoffeln, die ich mit meinem Bratkartoffelgewürz gewürzt habe.
Der Fisch wird mit nur mehliert und dann gebraten. Um Würze dran zu bekommen, mische ich 3 Esslöffel Maismehl mit einem gehäuften Teelöffel Fischgewürz und wälze die Filets darin.


Fertig ist das Mittagessen.

Abendessen: Fischsuppe mit etwas Brot
Dieses Rezept ist angelehnt an die „schwedische Fischsuppe“
Am Mittag hatte ich die Reste des Fisches ausgekocht. Am Abend habe ich zu dieser Brühe eine Hand voll Mairüben, eine Hand voll Kohlrabi und eine Hand voll Möhren getan, diese weich gekocht und noch etwas nachgewürzt.


Ein Esslöffel Schmand rundet das Ganze ab. Ich mag die Suppe etwas dicker, darum habe ich sie mit Maisstärke gebunden.
Die Petersilie und das kräftige Brot passen hervorragend dazu.

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