Lebensmittel aufbewahren, wenn man nur selten einkaufen gehen möchte
Janni hatte mich neulich gefragt

Nun, naja. Kurz beantwortet: „Tiefkühlschrank, Lebensmittel, kalt halt.“ 🤔🤗😉
Das hilft Janni aber nicht weiter und da diese Frage zu den anderen Fragen nach meiner Strategie für die Aufbewahrung von Lebensmittel passt, wenn ich nicht täglich und auch nicht wöchentlich einkaufe, hole ich doch etwas mehr aus und beantworte das genauer.

Meine regelmäßigen Leser wissen, dass ich möglichst nur einmal im Monat (*) – nach der Essensplanung für einen Monat- einkaufen gehe. Der Hauptgrund ist, dass ich einkaufen einfach nicht mag. Die Läden sind mir zu bunt und laut, es sind oft zu viele Leute usw. Der positive Nebeneffekt ist, dass ich weniger Sprit und Zeit brauche und viel weniger „Beifang“ habe, wenn ich nach meiner Liste einkaufe.
Das heißt aber auch, dass ich mich (nur) einmal richtig um die eingekauften Lebensmittel kümmern muss, weil ich sie direkt nach dem Einkauf verarbeite, bzw. einlagere.
(*) Was ich aber zusätzlich mache ist, wenn! ich einmal in der Stadt, zur erfahrungsgemäß `richtigen´ Zeit und in der Nähe eines Lebensmittelladens bin, dass ich nach reduzierten Lebensmitteln Ausschau halte. Ich schaffe es aber auch mit leeren Händen den Laden verlassen. 😉
Alles was Sinn macht, koche ich vor und ein, meistens sogar beides in einem Rutsch. Sehr viele Fleischgerichte, alle Brühen und viele Suppen lassen sich prima einkochen und brauchen dann weder Kühlung, noch Platz im Kühlschrank oder Tiefkühlschrank.

Manches koche ich auch als Halbefertiggericht ein. Manche Suppen bereite ich so weit vor, dass ich direkt vor der Verwendung (nur) noch Kartoffelstückchen dran kochen muss. Hummus koche ich ohne Sesampaste ein, weil ich denke, dass ich beim Einkochen zu viele Inhaltstoffe zerstören würde (, oder ist das Quatsch? 🤔).





Ein anderer Teil wird ein- oder zwischengelagert.


So nun zum Kühlen
Unser Kühlschrank
Dass wir -wenn wir nicht gerade Gäste haben- ohne, oder mit einem sehr kleinen Kühlschrank auskommen, hatte ich schon geschrieben.

Im Moment stehen in unserem großen Kühlschrank die Kaffeemaschine und der Wasserkocher. Alle drei Geräte nutzen/brauchen wir wenn Gäste kommen. Daher ist es gut, dass wir sie griffbereit haben, sie verstauben aber nicht, wenn wir keine Gäste haben. 😉
Seit 29. Oktober ist auch die Kompressor-Kühlbox, die uns die Lebensmittel in der warmen Jahreszeit kühlt, aus. Dafür steht wieder die blaue Kühlbox vor der Tür.



Kellerlichtschacht
In der kälteren Jahreszeit haben wir noch eine weitere Lagermöglichkeit. Ich habe zwei Kellerlichtschächte, die zum größten Teil unter der Erdoberfläche liegen, geputzt. Dort herrschen immer relativ gleichbleibende Temperaturen, die sehr selten unter 0 °C fallen.
Tiefkühlschrank
Wir sind Teilselbstversorger. Das heißt, wir bauen unsere Lebensmittel zum Teil selbst an, konservieren und/oder lagern sie und leben dann im Idealfall bis zur nächsten Ernte davon. Die Beeren, Kräutern, Tees, Saft/Sirup gelingt es uns zu 100% und bei Gemüse und Obst teilweise. Das heißt, wir brauchen auch die entsprechenden Lagermöglichkeiten.
Eben aus diesem Grunde haben wir zwei Tiefkühlschränke. Der eine ist mehr oder weniger nur der Lagerplatz für die Beeren- und Gemüsevorräte. Der anderer ist der, wie ihn die meisten Haushalte kennen. Hier lagern Brot, angefangene Beeren- und Gemüsetüten, Fleisch und Wurst, Butter und das was sonst noch so anfällt.
.. und weil´s so interessiert, haben ich gestern ein paar Fotos gemacht.
Der Vorratsschrank.
Der, wo hauptsächlich Lebensmittel in größeren Verpackungen lagern.

oberstes Fach:
geriebene (Fall-)Äpfel, gekaufte Bohnen, Federkraut

Fach 2:
unter anderem die Zwiebeln, die ich im September/Oktober eingefroren habe und Paprika, die ich als MHD-Ware bekommen habe

Fach 3:
Gemüse. Pilze, Möhren, Bohnen, Kohl, …

Die Fächer 4,5 und 6:
Beerenvorrat aus eigener Ernte

Der für das Laufende
Hier sind hauptsächlich angefangen Packungen drin. Alles, was gerade im laufenden Betrieb verwendet wird.

oberstes Fach:
Butter, ein Becher Schmand, der mir sonst abgelaufen wäre, ein Rest von einem Becher Schmand, den ich hier gebraucht hatte, geriebener Käse usw.

das Fleisch und Fischfach

Das dritte Fach ist das, was alles aufnimmt, was woanders keinen Platz hat. Die Brokkoli z.B. soll hier nur locker gelagert einfrieren und zieht dann in sein Lagerfach um. Die Enten gibt es im Advent oder zu Weihnachten. Die gab es aber jetzt im Angebot.

Das Brotfach:
Es ist mit einem beweglichen Brett geteilt: rechts glutenfreies und links glutenhaltiges, selbstgebackenes Brot, was in Scheiben geschnitten, direkt nach dem Abkühlen, eingefroren wird. Es wird nach Bedarf aufgetaut. So haben wir nie altbackenes Brot.

Das Gemüsefach für die angefangenen Packungen

Das untere Fach:
hier lagern Kräuter, Pestos und die Sammeltüten für Gemüseabschnitte, aus denen ich später Gemüsebrühe kochen werde.

Der eine oder andere wird die Pizzapackungen, Fertiggerichte, Pommes u.ä vermissen. Richtig, gibt´s hier nicht.
Ihr seht, hier steckt jede Menge eigener Arbeit drin.
In Großen und Ganzen sind die Schränke recht aufgeräumt. Das ermöglicht mir den Überblick und erleichtert die Inventur, die ich in regelmäßigen Abständen mache.
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