Was ist das und wie machen wir das?

Bezogen auf den Menschen beschreibt Resilienz die Fähigkeit von Personen oder Gemeinschaften, schwierige Lebenssituationen wie Krisen oder Katastrophen ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu überstehen. 

https://www.bmz.de/de/service/lexikon/resilienz-70564 , 14.10.2026, 7:10 Uhr

Neulich bin ich über den Artikel „Zufrieden leben trotz wenig Geld? Über Ausnahmen, die die Regel bestätigen – und die Politik herausfordern“ gestolpert.
Er berichtet vom Ergebnis einer Studie, bei der 250 Haushalte geringem Einkommen aus 9 europäischen Ländern auf ihre Lebenszufriedenheit untersucht wurden.

Es wird berichtet, warum manche die europaweite Wirtschaftskrise 2008/2009 besser verkraftet haben, als andere und was diese Haushalte gemeinsam haben.

Ich fand diesen Artikel sehr interessant, weil auch wir ja, wie an anderer Stelle schon mal geschrieben, Zeiten mit sehr geringem Einkommen hatten.
Unser Einkommen lag zeitweise in der Höhe der Sozialhilfe der damaligen Zeit. Sozialhilfe, Wohngeld oder ähnliches haben wir nie bezogen.

Trotz des geringen Einkommens konnten wir die Musikschule bezahlen und einmal im Jahr in den Urlaub fahren, hatten ein kleines Auto, konnten alle Klassenfahrten bezahlen, hatten immer genügend und gut zu essen usw.
Der Hausherr hatte ein Dienstauto mit dem er wöchentlich mehrere hundert Kilometer fast ausschließlich dienstlich gefahren ist, und dessen Sprit wir zeitweise komplett zahlen mussten, auch für die Dienstfahrten.
Ich bin aus bestimmten Gründen nicht arbeiten gegangen, was sich im Nachhinein als absolut richtig erwies. Also hatte ich Zeit, das Einkommen der Familie auf andere Weise aufzubessern. Ich „verdiente Geld“, indem ich sehr überlegt und sparsam haushaltete.

Bis vor kurzem habe ich mich gefragt: „Warum gelingt es so vielen Leuten nicht, ein halbwegs zufriedenes Leben zu führen? Warum nutzen die vielen Menschen die Zeit, die sie ohne Job verbringen (müssen) nicht, um sich selbst zu helfen?

Achtung! Das ist keinesfalls überheblich gemeint! Ich habe es einfach nicht verstanden, bzw. verstehe es auch bis heute nicht ganz.

Mir ist bewusst, dass es viele Meschen gibt, die
* aufgrund von Krankheit oder Alter eingeschränkt sind
* einige Kinder haben, oder Familienangehörige pflegen und deshalb wenig Zeit haben
* einen absolut mies bezahlten Vollzeitjob haben, der sie völlig auslaugt
* …

Aber es gibt eine breite Masse, bei denen das nicht zutrifft. 🤔

In dem Artikel steht „Nur wenige Niedrigeinkommenshaushalte sind resilient„. 🤔 Es sind also nicht nur mein Eindruck.

Was fehlt diesen Menschen? Sind es die Ideen, wie sich sich selbst helfen können? Fehlen Ihnen die Fähigkeiten und sie finden niemanden, der ihnen beim Erlernen hilft? Ist es Bequemlichkeit? Das beschäftigt mich schon lange.

Der Artikel gibt mir eine -sicherlich vereinfachte- Antwort, die mich zumindest in die Richtung bringt, es zu verstehen.

Nahezu alle resilienten Haushalte, die im Rahmen des Projektes untersucht wurden, haben einige Dinge gemeinsam: Sie bewältigen ihr Leben aktiv, die meisten von ihnen auch mindestens in Teilen wirtschaftlich, sei es als Selbstversorger, sei es in formellen oder informellen Beschäftigungsverhältnissen, sei es als Kleinstunternehmer. Bei vielen von ihnen liegen die Einkommen eher am oberen Rand des Armutsspektrums als am unteren, und nur bei wenigen haben bereits die Eltern Sozialleistungen bezogen.

https://www.bmz.de/de/service/lexikon/resilienz-70564 , 14.10.2026, 7:50 Uhr

Ich verstehe das so, dass diese resilienten Haushalte aus der Studie sich nicht mit ihrer Situation abgefunden haben, sondern Mittel und Wege gefunden haben, irgendwie das geringe Einkommen zu kompensieren. Sie waren auf verschiedene Art und Weise aktiv (Selbstversorgung, Handwerk, anderen etwas beibringen usw.)


Wie haben WIR es geschafft, trotz geringem Einkommen gut zu leben?

Der Hausherr und ich sind beide Menschen, die sich eher auf sich selbst verlassen, statt auf Hilfe zu warten und wir analysieren Situationen recht gut und ziehen unsere Schlüsse draus. Das sind wohl unsere größten Stärken.

Sich selbst etwas (zu-)trauen und probieren, wie und ob man etwas hinbekommt, ständig zu lernen, (auch langfristig) zu planen, diese Pläne umsetzen, bereit sein, einen Weg wenn nötig zu korrigieren und eine gewisse Disziplin und Fleiß sind meiner Meinung nach unsere Erfolgsrezepte.

Wir sind beide nicht in reichen Verhältnissen aufgewachsen, haben nach der Lehre studiert und uns unser Leben nach und nach aufgebaut. Es gab 2 Jahre in den wir beide (für Berufsanfänger) gut verdient haben und auch entsprechend mehr ausgegeben haben. Wir haben Dinge gekauft, die nicht hätten sein müssen, aber wir waren jung und wollten es feiern. Bald hinterfragten wir aber so manche Kosten. Eine Pizza für 7,50 DM im Restaurant und ein Getränk noch dazu. Das wären ja mehr als 20 Mark für ein Mal essen gehen. Echt jetzt?

Nach diesen 2 Jahren verringerte sich unser Einkommen massiv.

Unsere Durststrecke dauerte ungefähr 20 Jahre, wobei es nach und nach etwas besser wurde, weil der Hausherr nach und nach etwas besser verdiente und ich einige Monate hier im Dorf arbeiten konnte (bevor der Arbeitgeber Pleite machte 😐). Wichtig dabei war, dass wir unseren sparsamen Lebensstil nicht dem steigenden Einkommen anpassten. So war es möglich, uns einen Puffer für Unvorhergesehenes oder notwendige Neuanschaffungen aufzubauen. Einmal im Jahr war sogar eine Sonderzahlung möglich, um einen Kredit schneller abzuzahlen. So etwas macht schon stolz. 🙂

Heute geht es uns finanziell sehr viel besser, aber unsern sparsamen Lebensstil haben wir beibehalten. Warum sollten wir auch etwas ändern, was erfolgreich funktioniert und uns in Fleisch uns Blut übergegangen ist.

Unsere Erfahrungen zu teilen und anderen vielleicht den einen oder anderen Tipp zu geben, ist einer der Gründe, warum ich diesen Blog schreibe.

Was bedeutet Sparsamkeit für uns?

Sparsamkeit bedeutet nicht,statt dessen
abends im Dunklen zu sitzen, damit wir Strom sparen* LED-Lampen nutztn
* Balkonkraftwerk zu nutzen
* nicht benötigte oder überdimensionierte Elektrogeräte konsequent abschalten (z.B. den großen Kühlschrank)
die Wohnung so zu heizen, dass man sich trotzdem nicht wohlfühlt…die Zimmer je nach Nutzung unterschiedlich zu heizen. Das Schlafzimmer ist kühler, als das Büro. Das Wohnzimmer hat im Winter ca. 21°C. In der Küche ist die Heizung meist aus. Während der Heizperiode sind die Zimmertüren geschlossen, es sei denn die Sonne scheint.
Bei Sonne schalten wir die Heizung ab. Das hatte ich hier beschrieben.
in verschlissenen Möbeln zu leben…Möbel und Einrichtung zu pflegen und, wenn nötig zu reparieren, bevor der Schaden zu groß wird
mit verschlissenen Sachen herumzulaufen* „Räubersachen“ zu haben, mit denen wir zu Hause arbeiten. Das sind Sachen, die nicht unbedingt mehr „für gut“ taugen und trotzdem gepflegt, ausgeflickt und repariert werden
und
* Sachen für die Öffentlichkeit, für den Dienst usw. getragen werden.
Auch hier: reparieren, sobald etwas kaputt geht.
nur die billigsten Lebensmittel zu essen und zu trinken…kompensieren wir den Aufpreis vom unteren Preissegment zum besseren Lebensmittel (teils bio, teils nicht bio), indem ich das Essen komplett selbst verarbeite
und
Ich verwerte alles, was irgendwie verwertbar ist. Ein Beispiel.
Außerdem nutze ich den Garten und das was ich in der Natur finden kann.
dass der Essenplan eintönig ist…koche und backe ich unter der Woche eher einfachere Gerichte, am Samstag gibt es meist was Süßes und am Sonntag etwas aufwändigeres mit Fleisch.
Ich lasse mich gern von Rezepte aus anderen Ländern inspirieren und probiere, ob das zu unserem Geschmack passt.
die älteste, oder keine Technik zu haben/nutzen Das kommt auf den Zweck an.
Beispiele:
* Mein Handy ist von Hausherrn „geerbt,“ weil es für den Diensteinsatz nicht mehr taugte. Das werde ich nutzen, bis die fehlenden Softwareupdates uns trennen.
* Ich habe keinen und will auch keinen Saugrobotter. Mit dem Besen, Mopp und Wischmopp bin ich schneller und ich habe mich dabei bewegt.
Aber:
* Ich habe z.B. in der Küche eine Getreidemühle, die recht leistungsstark ist, damit ich auch Mais und Hülsenfrüchte mahlen kann. So brauche ich keine superteuren glutenfreien Mehlmischungen zu kaufen.
usw.
Die Liste könnte fortgeführt werden.

Raus aus der Komfortzone

Wichtig ist, den Unterschied zwischen Komfort und Bequemlichkeit zu kennen.

Bequemlichkeit muss auf irgend eine Weise bezahlt werden (mit eigener Arbeit oder mit Geld), Komfort muss nicht sein.
Komfort heißt: ich bestelle mir eine Pizza
Bequemlichkeit heißt: Ich mache die Pizza selbst, trinke dazu ein Glas Rotwein und habe noch Geld übrig, um an einem schöne Spätsommertag das tolle Wetter zu feiern.

Komfort heißt: Ich kaufe einen neunen Herd, weil die Tür nicht mehr richtig schließt, weil die Dichtung kaputt ist.
Bequemlichkeit heißt: Ich bestelle eine neue Dichtung, setze sie selbst ein und behalte dadurch einige hundert Euro auf der Bank, die man z.B. für einen Urlaub, eine Anschaffung oder für die gestiegenen Energiekosten nutzen kann.

Nicht jedem Trend hinterher laufen

Kleidung
Früher gab es jedes Jahr eine neue Frühjahrs- und eine Herbstkollektion. Heute kann man fast wöchentlich neue Kollektion Klamotten finden. Das lockt natürlich gerade die Leute, die gern shoppen.
Wir kaufen Sachen, wenn sie gebraucht werden. Eine wohl überlegte Winterjacke von guter Qualität hält bei guter Pflege einige Jahre. Da brauche ich keine neue Kollektion im Folgejahr.

Anekdote: Ich war mit einem lieben Menschen in einen Second Hand Geschäft. Wir suchten nach einer Allwetterjacke. Ich unterhielt mich mit der Verkäuferin, während meine Begleiterin den Laden durchstreifte. Irgendwann sagte die Verkäuferin: „Ich habe hier eine schöne Jacke für Sie.“ (also für mich) Die angebotene Jacke war fast identisch mit der, die ich gerade an hatte. Ich sagte: „So eine habe ich doch gerade an?“ Worauf die Verkäuferin meinte: „Dann haben sie eine zweite.“ 🤔 Öm, wieso brauche ich eine zweite, fast gleiche Jacke?

Küchengeräte
Man kann drauf warten: Irgendwann im Jahr kommt ein neues Küchengerät auf den Markt, dass man unbedingt! braucht. Mal ist es ein waffeleisenähnliches Gerät, mit dem man kleine Kuchenkugeln backen kann, mal ein Smoothie-Mixer, ein Kontaktgrill, dann eine Küchen(mix)maschine mit der man auch kochen kann…
Es mag sein, dann man je nach Lebensumständen das eine oder andere wirklich dauerhaft nutzt, aber oft ist es ein Hype, der nach einiger Zeit im Keller verschwindet. Dieses Geld hätte man sich sparen können.

Vor dem Kaufen abwarten

Den Rat findet man immer wieder und er ist meiner Meinung auch gut. Erst wenn das Bedürfnis nach einiger Zeit noch vorhanden ist, kann man drüber nachdenken die Anschaffung zu machen, denn Impulskäufe sind meist die teuersten. Die berühmte ´Nacht darüber schlafen´, ist schon recht schlau.

Ausgaben, Einnahmen und das Konto im Blick behalten

Geld hat die unangenehme Eigenschaft, dass es, wenn man es nicht beaufsichtigt, verschwindet ohne, dass man weiß wo es hin ist.
Ja, Haushaltsbuch ist langweilig und das Konto im Blick zu behalten, ist lästig. Aber wir machen es trotzdem.
Natürlich muss man das Haushaltsbuch heutzutage nicht mehr unbedingt mit Bleistift und Papier machen, aber das Grundprinzip ist nicht überholt. Es gibt gute, kostenlose Programme dafür, oder mach schreibt einfach eine (Excel-)Tabelle.
Wer Einnahmen und Ausgaben kennt, weiß, ob in diesem Monat die Hausratversicherung vom Konto abbucht und kann überlegen, ob es gut wäre, in diesem Monat auch noch eine neue Anschaffung zu machen, Essen zu gehen, oder ähnliche kostspielig(ere) Aktionen zu machen.
Am Monatsende eine Zahl mit einem Minus unter dem Girokonto zu haben, ist nie gut.

Vorhandenes nutzen

Beispiel: Mein Nudelholz war irgendwann man kaputt, Das Holz war gespalten und nicht mehr gut zu reinigen. Natürlich hätte ich mir ein neues kaufen können, aber halt! Wie oft backe ich Kekse? Was kann ich statt dessen etwas benutzen, was ich schon habe? Diese Überlegung hatte ich vor 15(?) Jahren. Seither nutze ich zum Ausrollen von Plätzchenteig meine große Trinkflasche.
Genau so überlege ich vor jedem, was neu gekauft werden müsste.

Reparieren und Warten

Das Sitzkissen hat verschlissene Ecken? Kann man ausbessern, bevor es nicht mehr zu retten ist.
Der Sprudler pfeift ab, bevor das Wasser wirklich sprudelt. Man kann das Gerät entkalken. Dann funktioniert es wieder.

mit Vorratsregal und Gefrierschrank wirtschaften

Unsere Vorfahren kannten es nicht anders. Damals war das was heute eher die Ausnahme ist, selbstverständlich. Eine kühle Speisekammer gehörte zur Wohnung.
Ich habe keine Speisekammer, die aussieht, wie in den Blogs und Post mit KI-generierten Fotos. Meine ist dafür authentisch, beinhaltet das was WIR brauchen und das in Mengen, die es erlauben, Krankheitsphasen, Stromausfälle und große Preisausschläge bei Lebensmitteln zu überbrücken.
Mit dem Kühlschrank und Tiefkühlschrank haben wir heute ergänzende, modernere Konservierungsmöglichkeiten, aber das Grundprinzip der althergebrachten Vorratshaltung ist gleich. Wir haben vieles von dem, was unsere Großmütter auch schon bevorratet hatten:

  • Nudeln
  • Reis
  • Kartoffeln
  • Brot
  • verschiedene Hülsenfrüchte
  • Mehle
  • Suppen und Brühen
  • Fleisch(-gerichte)
  • etwas Wurst und Fisch
  • Wasser
  • Gemüse
  • Obst
  • Heilpflanzen
  • Teemischungen
  • Wasser und Getränke
  • usw.

Ein Vorratsregal oder eine Speisekammer baut man an besten nach und nach auf. Man kauft eine Tüte Mehl, weil die letzte gerade leer geworden ist und zusätzlich eine fürs Regal. Man kocht Suppe fürs Mittagessen und eine Familienmahlzeit für den Vorrat, die dann eingefroren oder eingekocht wird.
Ein Vorratsregal oder eine Speisekammer sorgen immer dafür, dass etwas zu Essen im Hause ist und machen spontane Einkäufe unnötig.
„Ich kaufe täglich ein, worauf ich/wir gerade Lust haben.“, lese ich oft. Natürlich, kann man machen, aber dann ist´s nichts mit sparen. (Jeder, wie er mag. 😉)

Essenplanung, Inventur und Einkaufszettel

Meine Leser wissen´s schon. Ich mache jeden Monat einen kleinere oder größere Inventur vom meinen Beständen, schreibe meinen Essenplan und daraus folgend dann die Einkaufsliste.
Meinen Monatseinkauf mache ich anschließend.

Angebote, Punktesammel-Apps und Coupons

Alles Dinge mit MHD-Schild, oder vom Angebot, weil´s gebraucht wird.

Angebotsblättchen sind jetzt online einzusehen – auch im Voraus für mehrere Wochen. Das nutze ich bei meiner Einkaufsplanung. Ich fahre aber nicht extra in die Stadt, um ein paar Cent zu sparen. Wenn ich Angebote kaufe, muss es sich rechnen, oder ich bin eh in der Stadt und bringe sie auf diesem Weg mit.
Was ich auch immer mache ist, wenn ich am Lebensmittelladen vorbei komme, dass ich nach reduzierten Sachen schaue und wenn sie zu meinen Gewohnheiten passen und ich sofort weiß, wofür ich sie gebrauchen kann, einkaufe.
Man kann aber damit nur sparen, wenn man einen Überblick über seine Vorräte hat und wenn man dann nicht auch noch „Beifang“ mitnimmt. Das kann man lernen. 😉

Apps und Coupons nutze ich nicht. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • ich mag die Datensammelei nicht
  • das, was da angeboten wird, sind fast ausschließlich bunt verpackte, hoch verarbeitete Lebensmittel, die ich weder mit noch ohne Rabatt kaufe
  • das Einsparungspotential ist kleiner als man denkt (das wurde schon mehrfacht getestet)
  • ich kann auch ohne sie sehr gut sparen

Vorausschauend und azyklisch einkaufen

Beispiel zu vorausschauend:
In den letzten Jahren gab es immer im Oktober Weihnachtsgebäck im Angebot. Also habe ich in diesem Oktober auf das Angebot gewartet und zugeschlagen, als es so weit war. Die Leckereien warten -mit etwas Disziplin das Leckermauls 😉- bis zur Adventszeit. Zum vollen Preis brauche ich so nichts zu kaufen.
Auch Backzutaten, Butter, Zucker und Mehl gab es schon im Angebot. Haken dran.

Beispiel zu azyklisch:
Von Tanne und Fichte, das was bei uns für gewöhnlich echte Weihnachtsbäume sind, läuft mir meine Nase endlos. Daher hatten wir uns entschieden, einen künstlichen Baum zu kaufen. Wann kauft man so ein Teil? Richtig! Nach Neujahr, wenn die Händler froh sind, wenn sie ihre Lager leer kriegen. Wir haben den Baum zum halben Preis bekommen.

Trotz der ständig auf einen einprasselnden Werbung wissen, wann man genug hat

  • genug Hosen
  • genug Schuhe
  • genug Kosmetik
  • genug Werkzeug
  • genug Deko
  • …

Wahrscheinlich hat da jeder ein andere Empfingen oder andere Bedürfnisse, aber SEIN Maß finden, wäre wichtig.

Sich nicht mit anderen vergleichen und sich nicht drum kümmern, was andere über einen denken

Gerade im Zeitalter von Sozial Media fällt es vielen schwer, sich nicht von irgendwelchen Leuten beeinflussen zu lassen. Es ist wurscht, was „alle“ machen. Den eigenen Kopf einschalten und öfter mal hinterfragen, oder gleich die Endlosvideo-Apps abschalten, würden das erleichtern.
Auch die Dauerberieselung mit Werbung kann man abschalten und man verpasst nichts. Wenn man wirklich etwas braucht, kann man selbst aktiv suchen. Nur so kann man Preise und Produkte vergleichen und Schnäppchen machen.
Nein, Werbung ist keine Allgemeinbildung! Werbung wird von wirklich sehr schlauen Werbefachleuten so designt, dass es möglichst schwer fällt zu widerstehen. Das ist keine Wissensvermittlung. Das ist Strategie.

Resümee 

  • Ein sparsamer Lebensstil ist keine Einschränkung oder Strafe und keine Challenge, sondern eine langfristige, bewusste Entscheidung.
  • Ein sparsamer Lebensstil verlangt keine Perfektion, sondern bewusstes Handeln. Er ist eine Ansammlung von erlernten Gewohnheiten.
  • Ein sparsamer Lebensstil schafft Freiräume – zeitlich und finanziell.
  • Ein sparsamer Lebensstil schafft Ruhe, weil man auf Unvorhergesehenes besser vorbereitet ist.
  • Ein sparsamer Lebensstil schafft Struktur.

Auch jetzt haben wir unsere täglichen Ausgaben nicht dem besseren Einkommen angepasst, leisten uns aber jetzt im fortgeschrittenen Alter doch den einen oder anderen Luxus.
Passt das zusammen? Für mich schon, weil es mit unserem beibehaltenen Lebensstil unter den eben geschriebenen Bedingungen inzwischen möglich ist.

Wer andere Ziele erreichen will, muss andere Wege gehen.

Über einen Erfahrungsaustausch und Anregungen über die Kommentarfunktion freue ich mich immer. Gern kann die Kommentarfunktion auch als eine Art kleines Forum genutzt werden. Politik, Religion und dergleichen bleiben bitte außen vor.
Ich bitte um einen freundlichen, respektvollen Ton.