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Weiterhin (fast) ohne Kühlschrank

Rückblick

Im März 2024
hatte ich schon einmal über unsere Versuche ohne den „normalen“ Kühlschrank zu leben, berichtet.

Damals hatten wir den zweiten Winter ganz ohne Kühlschrank hinter uns und starteten das Experiment in der wärmeren Jahreszeit nur mit einer mobilen Kompressor-Kühlbox mit (ich habe gerade nachgemessen) gut 17 Litern Nutzinhalt auszukommen. Das hat sehr gut funktioniert, so dass wir das 2025 so fortgeführt haben.

Der zurückliegenden Winter (2025/26)
war kalt genug, um von Mitte September bis Mitte Februar die Lebensmittel stromfrei zu kühlen.

Die blaue Linie ist die gemessene Außentemperatur.

Am 22. Februar 2026 steht diese Notiz im Kalender:

Das heißt, wir haben 5 Monate stromfrei gekühlt. 🙂

Gegenwart

Wir werden wohl so weiter leben und hoffen, dass die alte Kompressor-Kühlbox noch lange durchhält. Es gab Eckpunkte, die inzwischen gelöst sind.

Nach einem Großeinkauf
Am Anfang hatte ich den großen Kühlschrank angemacht, um die entsprechenden Sachen erst einmal kalt zu halten, bevor ich sie verarbeite. Bei Bedarf kann ich das auch heute noch so tun. Da wir aber jetzt wesentlich weniger Fleisch essen, reicht eigentlich immer die Box als Zwischenlager.

Wenn Gäste kommen
Als Gäste kamen und wir geplant mehrere Leute zu versorgen hatten, brauchten wir natürlich auch mehr Platzt zu Kühlen der Lebensmittel. Da lief dann der Große.
Gleich nach dem Besuch habe ich die `Reste vom Feste´ so verarbeitet und vorbereitet, dass sie entweder eingekocht oder eingefroren werden konnten, so dass wir sie später nach und nach verbrauchen konnten. Im August 2024 hatte ich davon geschrieben.

Im Frühling
Jetzt ist draußen warmes Frühlingswetter mit Tagestemperaturen von mehr als 15°C. Die Kompressor-Kühlbox läuft wieder.

Sollte ich mal etwas mehr zum Verstauen haben, kann ich noch auf den Kellerlichtschacht ausweichen, in dem es noch eine Weile kühler bleibt.

„Nichts“ im Kühlschrank?

Der eine oder andere wird sich vielleicht fragen, warum wir mit so wenig Kühlschrankplatz auskommen. Hm, das liegt wohl an der Art und Weise wie wir leben. 😅
Um (mir) diese Frage (selbst) zu beantworten und eine Richtschnur zu haben, habe ich eben mal die Internet-Bildersuchfunktion angeworfen und nach ein paar typischen Sachen zu suchen, die wohl bei vielen im Kühlschrank liegen.
Hier ein paar Stichworte

  • Butter: brauche ich nur mal zu Kochen. Auf´s Brot kommt die bei uns nicht. Ich habe ein Stück Butter in Stücke geschnitten und eingefroren. Bei Bedarf kann ich 5 bis 10 g aus dem Frost holen.
  • Joghurt: Mache ich selbst. Der ist bei uns immer vorhanden. Variationen ergeben sich aus dem, was man eventuell dran macht. (Marmelade, Obst, Salz/Pfeffer als Salatdressing usw.)
  • Saft: Mache ich selbst aus der Ernte des Sommers. Nur die angefangene Flasche gekühlt.
  • Mayonnaise: kaufe ich nicht mehr. Bei Bedarf stelle ich meine Variante her.
  • Ketchup und Senf: stehen im Kelleregal. Die halten sich auch so.
  • Grillsoßen: sind selbstgemacht und eingekocht und stehen im Kellerregal
  • Bier, Wein uä.: wird bei und wenig getrunken und braucht (für uns) auch nicht in den Kühlschrank
  • Eier: habe ich aus den Kommentaren zum Beitrag von 2024 gelernt, braucht man nicht kühlen. Stimmt. 👍🙂
  • Salat: haben wir immer irgendwas im Garten – auch im Winter
  • Obst, Gemüse und Beeren: entweder es kommt aus dem Garten, aus dem Frost oder wird im Kellerlichtschacht gelagert
  • Käse: kaufe ich nur wenn Gäste kommen
  • Wurst: essen wir selten. Salami kann man im Keller unter die Decke hängen, ohne dass sie schlecht wird. Gekaufte Kochwurst kann man im Portionen teilen und einkochen. Aufschnitt haben wir nur wenn Gäste kommen.
    Wenn ich aus Fleischknochen Brühe koche, bleibt Fleisch „über“. Daraus mache ich Brotaufstriche, die ich dann portionsweise mit den Brühegläsern zusammen einkoche.
  • Feinkostsalate: Mache ich bei Bedarf selbst. Geht schnell, ist wesentlich preiswerter als gekauft, ich bestimme den Inhalt und schmeckt
  • Marmelade: stehen immer zwei Sorten im Kühlschrank.
  • Sprudelwasser: Wir trinken aufgesprudeltes Leitungswasser. Das kommt mit +-11°C aus dem Hahn.
  • Limo und Cola: trinkt bei uns niemand

Also, wir haben trotzdem zu Essen. 😅 Bei uns läuft´s halt nur irgendwie anders.

Resümee

Im Moment ist der große Kühlschrank Aufbewahrungsort für die Kaffeemaschine, die wir nur selten benutzen. Aber das ist eine andere Geschichte. 😅

9 Kommentare

  1. Queen All

    Theoretisch könnten wir auch einiges auslagern und im Winter draußen kühlen. Man hat es halt so gelernt und stellt es nicht in Frage, dass man immer den Kühlschrank nutzt. Ich muss zugeben, ich finde es so bequemer und werde es auch nicht ändern. Finde es aber bewundernswert.
    Liebe Grüße!

  2. Walburga

    Wieder einmal ein bedenkenswerter Beitrag, auch wenn es bei uns so nicht gelingen würde. Aus meinem Elternhaus kenne ich das aber auch. Dort hatten wir so einen praktischen Schrank, vom Tischler nach Maß gemacht. Dort war das Waschbecken und über Eck kam dieser Schrank. Mit einem kleinen kühlen Fach und einer herausziehbaren Brotmaschine. Oben drauf wurde der nasse Abwasch abgetropft und unten ein richtig großes Fach mit 2 Etagen, das 2 kleine Öffnungen zur Nordseite des Hauses hatte. Darin war es eigentlich nie zu war. Nur wenn es im Winter richtig stark gefror, wurden die Öffnungen verschlossen, damit die Milch im Schrank nicht gefror. Im Umfeld hatten schon längst alle einen Kühlschrank, wir nicht. Brauchten wir einfach nicht.

    Ein kleiner Nebensatz hat aber noch meine Aufmerksamkeit erregt und zwar das Fleisch von der Knochen, die Du zum Kochen von Brühe verwandt hast. Da interessiert mich, was du damit machst. Wir kochen das inzwischen mit Gelee ein, wie niedersächsisches Sauerfleisch. Das gibt es zu Bratkartoffeln mit Remoulade. Sehr lecker. Ein größeres Glas möchte ich noch zu Rindfleischsalat verarbeiten. Wir essen sehr häufig Brühe und so fällt auch immer wieder dieses Fleisch an. Für Anregungen zur Weiterverwendung bin ich dankbar. Vielleicht wäre das ja auch mal ein eigenes Thema.

    • miteigenenhaenden

      Hallo Walburga,
      danke, dass du deine Erinnerungen mit uns geteilt hast. Solche Erfahren sind meiner Meinung nach recht wertvoll. Unserer Vorfahren waren schon clever. Die wussten, wie man sich helfen kann. Wir müssen so etwas erst wieder mühsam lernen.
      Zu dem Brotaufstrich hatte ich in meinem alten Blog schon mal einen Beitrag. Ich werde mal sehen, dass ich den reaktivieren kann. 😉
      Liebe Grüße, Sibylle

  3. Ines

    Lustiger Ort für die Kaffeemaschine. In Ferienwohnungen räume ich die immer als erstes von kleinem Küchenzeilen weg und es nicht immer einfach, für das hohe Gerät einen Platz zu finden.

    Eier müssen nur gekühlt werden, wenn sie bereits einmal gekühlt wurden, weil dann ihre Schutzschicht kaputt ist. Wenn man sie ungekühlt kauft, können sie beim normaler Raumtemperatur lagern.

    Warum kommt Marmelade bei dir in den Kühlschrank? Machst du die mit besonders wenig Zucker? Wenn man die halbwegs regelmäßig verbraucht, hält die auch bei Raumtemperatur. Bei uns steht die nur im Kühlschrank, damit der voller ist und somit weniger Strom verbraucht.

    Sonnige Grüße
    Ines

    • miteigenenhaenden

      Hallo Ines!
      Hm, warum Marmelade bei uns im Kühlschrank steht? Weil es immer schon so war. 😅 Naja, ehrlich gesagt, habe ich nie darüber nachgedacht.
      Wir brauchen sie nur am Wochenende. Somit steht sie schon eine Zeit, ehe sie verbraucht ist. Sie im Küchenschrank zu lagern, wäre aber eine Alternative, falls es in der Kühlbox mal eng wird.
      Danke für den Denkanstoß!
      Liebe Grüße, Sibylle

  4. Belinda Richardson

    This would be a good way to save money. Back in the older days many people went without refrigerators. Sometimes they would store food in cold pockets of water to keep it cold. I’ve had ice cold watermelon stored this way and it’s delicious and would make your teeth chatter it was so cold. We never stored butter in the refrigerator when I was growing up, it was only stored on the counter, which kept it soft. I like your idea of freezing it in small enough portions to pull out only what you need. And you’re right about eggs too, which don’t require refrigeration. Since pickles have vinegar in them they are also safe on the counter or pantry shelf. Grocery stores always store them this way. I like how you preserve food items to keep them longer to save money. I found a soup thermos at a yard sale the other day and bought it for myself. It reminded me of you bringing soup with you when you need to go to town for the day. You are very inspiring to me. I hope you’re having a lovely day.
    Belinda

    • miteigenenhaenden

      Hi Belinda,
      we don’t keep pickles in the fridge either. It’s really not necessary.
      I’m so glad you were able to buy a thermal pot. It’s a really great way to eat well and affordably when you’re out and about. 🙂
      Best wishes and have a lovely Sunday!
      Sibylle

  5. Gabi

    Die Kaffeemaschine im Kühlschrank – das ist ja mal klasse! 😂
    Ich habe im Kühlschrank letztlich auch nichts wesentliches drin. Eier (die ja nicht unbedingt in den Kühlschrank müssen), Butter (deine Variante wäre da eine Alternative). Da ich eine Kühlgefrierkombi habe, also Kühlschrank nicht getrennt läuft, nutze ich ihn für alles mögliche. Eier und Butter kommen eben doch rein, auch passendes Gemüse. Ich könnte ihn wirklich noch als Lagerplatz für sonstwas nutzen. Der Gedanke kommt mir gerade erst, wo ich deinen Beitrag gelesen habe. 👍
    Schönen Sonntag Allerseits!

    • miteigenenhaenden

      Hallo Gabi,
      dir auch einen schönen Sonntag!
      Liebe Grüße, Sibylle

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