Ausgelöst durch die Hamsterkäufe, die auch zu einer Verknappung von Backhefe geführt haben, habe ich mich neulich mal wieder an die Herstellung von glutenfreiem Sauerteig gemacht. Nein, nicht weil ich keine Hefe mehr habe. Der besondere Geschmack eines echten Sauerteigbrotes ist etwas was ein Brot, welches mit Turbo-Bäckerhefe gebacken wurde, nicht hat. Das ist der eigentliche Grund und auch die Herausforderung, ein gutes glutenfreies Brot zu backen. Diejenigen, die glutenfreie Brote backen, wissen wovon ich spreche – ähm… schreibe.

Glutenfreien Sauerteig herzustellen, funktioniert genau wie wenn man Sauerteig mit „normalem“ Mehl herstellt. Im Prinzip wird Mehl in Wasser vergoren. Es entsteht also eine wilde Hefe. Die ist nicht ganz so stark wir die gekaufte Turbo-Hefe, aber das Backergebnis ist dafür um so leckerer.

Also, wie wird Sauerteig hergestellt?

Man braucht 200 g Mehl, 200 g Wasser, 4 Tage Zeit und optional 1 Esslöffel Saft von frischem Sauerkraut (nicht von Konservensauerkraut).

Tag 1, am Morgen:
In einem nicht zu kleinen Behälter werden 50 g Brotmehl und 50 ml lauwarmes Wasser verrührt.

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Tag 1, am Abend:
Der Sauerteigansatz wird kräftig durchgerührt, damit Sauerstoff in die Masse kommt.

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Tag 2, am Morgen:
Heute kommen wieder 50 g Brotmehl und 50 ml lauwarmes Wasser in das Glas. Die Masse muss nun glatt gerührt werden, gleichzeitig bringt man wieder Sauerstoff im die Masse.

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Tag 2, am Abend:
Der Sauerteigansatz wird kräftig durchgerührt, damit Sauerstoff in die Masse kommt.

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Tag 3, am Morgen:
Die Masse schlägt nun Blasen und riecht und schmeckt leicht säuerlich.
Er wird nun wieder mit 50 g Brotmehl und 50 ml lauwarmes Wasser gefüttert.

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Tag 3, am Abend:
Der Sauerteigansatz wird kräftig durchgerührt, damit Sauerstoff in die Masse kommt.

Tag 4, am Morgen:
Der Sauerteig schlägt nun Blasen und riecht und schmeckt angenehm säuerlich.

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Er wird nun wieder mit 50 g Brotmehl und 50 ml lauwarmes Wasser gefüttert.

Tag 4, am Abend:
Jetzt ist der Sauerteig fertig und es kann nun damit der Brotteig hergestellt werden.

Das Brotbacken mit diesem Sauerteig ist dann –>> Teil 2 <<–