Minimalismus, Selbstversorgung, Konsumreduzierung, Suffizienz, DIY

Mit dem 9 Euro-Ticket auf Bildungsreise, Teil 1

Reisen bildet, heißt es. Vielleicht ist „Bildungsreise“ etwas übertrieben, aber interessant war es schon. Die zweite mehr noch als die erste der Reisen.

Als bekannt wurde, dass es das 9 Euro-Ticket geben würde, habe ich mir zwei Reisen vorgenommen: Ich wollte in den großen Buchladen in Frankfurt am Main in der Verlängerung der Zeil und ich wollte zum Bodensee fahren.

Reise 1: Frankfurt am Main

In besagtem Buchladen waren wir vor vielen Jahren einmal. Damals waren wir nur in der Kinderbuchabteilung. Für den gesamten Laden war keine Zeit, bzw. wir haben uns die Zeit nicht genommen. Schon damals wünschte ich mir, diesen Laden einmal ganz in Ruhe zu durchstöbern.
Jetzt – bestimmt fast 20 Jahre später – ergab sich die Gelegenheit. Ich hatte die Zeit und mit dem günstigen Zugticket bot sich das geradezu an. … und zufälligerweise hatte meine kleine Leseratte von damals Zeit, mit mir diesen Ladenbummel zu machen.

Hm, wir waren ziemlich enttäuscht von diesem riesigen Geschäft, dessen Buchauswahl doch sehr auf Massentauglichkeit ausgelegt war. Das was ich damals nicht sehen konnte, oder was damals noch nicht so war (?) ist, dass das Angebot nicht anders war, als in jedem anderen 0-8-15 Buchladen in den Einkaufsmeilen der Republik. Wir waren enttäuscht. Meine „Leseratte“ meinte, und damit hat sie Recht. „Gute Bücher findet man kaum in diesen Buchladenketten“. Das hat sich nicht gelohnt.

Wir haben dann noch etwas „Architektur“ geguckt …

moderne Architektur
In den 1950ern nach Zerstörung im Krieg wiederaufgebaute „alte“ Architektur
„olle Goethe“ 😉
der Main mit Blick auf unser aller Geldverwalter
Was in der Schweiz selbstverständlich ist, ist in Deutschland extra ausgezeichnet: Trinkwasser am Brunnen.

und mit Blick auf den Main zu Mittag gegessen.

Zölis nehmen ihr Essen mit, wenn sie auf Reisen gehen. Das macht das Leben unkomplizierter.

Ende der Reise.


Fazit: Der Buchladen war die Fahrt nicht wert. Wir hatten aber einen schönen Ausflug und gemeinsame Zeit miteinander. 🙂 Die Züge waren trotz des Billigticktangebotes nicht überfüllt. Das Wetter war super.

2 Kommentare

  1. Julian

    Dass die großen Buchhandlungen nachgelassen haben ist auch mein Eindruck. Bestseller nach dem Massengeschmack füllen da immer mehr Fläche. Mal sehen wie das weiter geht, da gerade Oisander (noch recht schön und individuell) mit Thalia (für mich fast nur Massenware) kooperiert. Das Blättern in den Büchern ist aber auch nicht mehr so wichtig, da man über fast jedes Buch Blogeinträge, Rezensionen oder sogar Leseproben im Internet findet. Und über das Internet kaufe ich dann die Bücher meist gebraucht von privat, z.B. über booklooker. Meist gehen sie dann über diesen Weg auch zur nächsten Leserin. 🙂 Gleiche Meinung: Für Bücher ist Reisen nicht mehr nötig, aber es ist ja auch mal schön vom Land für einen Tag in die große Stadt zu fahren 🙂

    • miteigenenhaenden

      Hallo Julian,
      danke für deinen Beitrag!
      Über booklooker haben ich auch schon viel gekauft. Neben dem Effekt, dass man dort Büchern einen zweiten Besitzer zu geben, kann man dort auch Bücher kaufen, die nicht mehr im regulären Handel erhältlich sind.
      Nein, um Bücher zu kaufen, braucht man nicht mehr zu reisen, mich hatte nur die vermeintlich große Auswahl, geballt in einem großen Laden gereizt. War ja dann aber nicht.
      Wenn ich neue Bücher kaufe, bestelle ich die per Internet und bezahle sie bei unserem örtlichen kleinen Buchladen. Natürlich muss ich auch dazu fahren, aber das sind nur 5 Kilometer und ich unterstütze mit meinem Kauf den kleinen Laden, der keiner Kette angehört.

      Liebe Grüße, Sibylle

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