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Einen Kräutertopf mit Selbstbewässerung selber bauen

Wie im Beitrag Bessere Überlebenschance für Kräuter im Topf versprochen, zeige ich euch heute, wie man einen Blumentopf / Kräutertopf schnell, einfach und kostengünstig mit einem Wasserreservoir versehen kann und sich die Pflanzen damit praktisch selbst bewässern.
Ich verwende den Übertopf, in dem der Kräutertopf beim Kauf gestanden haben. Man kann aber grundsätzlich jedes Gefäß verwenden, was die geeignete Größe hat.
Da der Tontopf, den ich hier verwendet habe, nicht wasserdicht ist, habe ich einen Gefrierbeutel als Abdichtung hineingegeben. Wer also einen wasserdichten Topf bepflanzen will, lässt den Beutel einfach weg.
Des weiteren habe ich Materialien verwendet, die ich heute hier im Haushalt gefunden habe. Man muss nichts extra kaufen.

Die Materialien

Ich zeige euch was ich verwendet habe. Das ist nur ein Beispiel. Schaut mal, was bei euch so vorhanden ist.

  • ein wasserdichter Topf, oder ein Topf + wasserdichte Tüte
  • z.B. eine Teil einer leeren Eiscremepackung , die ihre Funktion als Aufbewahrungsbox verloren hatte, als Zwischenboden
  • z.B. einen Schmandbecher oder eine abgeschnittene Flasche (siehe Bild unten) als Abstandhalter

Das Werkzeug

  • ein Stift, mit dem man auf Plastik schreiben kann
  • ein Lineal, oder sonst irgendwas, womit man etwas „messen“ kann
  • eine Schere
  • etwas, womit man ein Loch in den Topf bohren kann (z.B. bei Ton ein Bohrer, bei Plastik eine (heiße) Nadel, … )

Die Bauanleitung

aus der Eispackung eine Seitenwand rausschneiden

mit einem Stift die Topfgröße markieren

die Markierung für ein Loch in der Mitte anzeichnen

ausschneiden

Kontrollieren. Ja, passt. Der Zwischenboden sollte bei 1/4 bis 1/3 der Topfhöhe sitzen.

den Abstand zwischen Topfboden und Zwischenboden messen und …


Beispiel 1 mit einem Joghurtbecher

… dieses Maß auf den Schmandbecher übertragen

Becher abschneiden

den oberen Teil des Bechers in den Topf stellen


Beispiel 2 mit einer abgeschnittenen Flasche


Ein Loch in den Topf bohren.
Die Position des Loches ergibt sich aus der Höhe des Zwischenbodens. Es sollte ein paar Millimeter unter dem Zwischenboden sitze. Somit erhält man unten im Topf einen Wassertank. Zu viel eingefülltes Wasser kann dann aber ablaufen, damit die Wurzeln nicht direkt im Wasser stehen und dort verfaulen.

alles zusammenbauen:

  • bei nicht wasserdichtem Topf Tüte rein (bei dichtem Topf braucht man keine Tüte)
  • Becher oder Flaschenstück als Abstandshalter und Stütze für den Zwischenboden rein
  • den Zwischenboden selbst rein *

Topf bepflanzen

Beim Erde einfüllen ist es wichtig, dass man Erde auch durch das Loch im Zwischenboden einfüllt. Es wird dann also so sein, dass der Teil Erde, der im Becherabschnitt unter dem Zwischenboden landet, später im Wasser steht. Dieser Teil Erde wird durch die Kapillarkraft des Wassers (wir erinnern uns an den Physikunterricht in der Schule 😉) das Wasser hoch in den oberen Teil des Topfes ziehen und damit die Pflanze gleichmäßig bewässern.

wer´s noch schick mag, gibt noch etwas Deko dazu.
(Ich habe diese dann später wieder entfernt. War nur als Beispiel gemeint. )

Fertig.


Jetzt zu dem * Sternchen von oben:

Ihr könnt euch eine „automatische Düngung“ einbauen, indem ihr ein kleines Stück Brennnessel in den Topf unterhalb des Zwischenbodens neben den Becher legt.

Die Brennnessel wird sich mit der Zeit im Wasser zersetzen. Brennnessel ist ein hervorragender biologischer Dünger.

2 Kommentare

  1. Gabi

    Praktische Kreativität vom Feinsten. Ich brauche das derzeit zwar nicht, habe aber an der Idee als solches Spaß. Bestimmt gibt es inzwischen schon Hightech-Bewässerungssysteme mitWLAMÜN-Anschluss und dazugehöriger App im Abo. Aber wie langweilig wäre das!

    • miteigenenhaenden

      😅 Ich bin mir recht sicher, dass es so etwas gibt.
      Meins ist nicht so schick, ist nicht so teuer und braucht keinen Strom. Ich also nix wert. 🫣 😉

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