Minimalismus, Selbstversorgung, Konsumreduzierung, Suffizienz, DIY

Energie sparen, der praktische Teil -> Heizkosten einsparen

Nun, wo die Energiekosten explodieren, die EU zusehen muss, wie sie die für eine ausreichende Energieversorgung mit möglichst wenig Importen aus Russland sorgen muss und sogar unsere EU-Kommissionspräsidentin zum Energiesparen aufruft, fragt man sich schon, was man im eigenen Haushalt noch besser machen könnte.

Noch ist es für mich keine Option, abends bei 17°C im Wohnzimmer zu sitzen. Noch versuchen wir ein paar andere Sparmöglichkeiten auszureizen.
In meinem Beitrag „Sonne scheint? Heizung aus!“ hab ich geschrieben, wie wir an sonnigen Wintertagen die Wohnung mit unserem großen Südfenster heizen.


Nun, wenn die Wärme drin ist – egal ob durch Sonne oder Heizung erzeugt -, soll sie ja möglichst lange in den Zimmern halten.

Wir haben Fenster, die keine Rollläden haben.

Im Spätjahr habe ich deshalb für die zwei Zimmerfenster die weder einen Rollladen, noch einen Vorhang hatten, einen Vorhang genäht.
Sie hatten bisher nur einen Sonnenschutz.

Dieses hier hat ein Sonnenschutzrollo mit einer silbernen Beschichtung auf der Außenseite.

Nun, Sonnenschutz schützt zwar vor übermäßiger Hitze im Sommer, aber wenig vor dem Auskühlen im Winter.

Länger habe ich nach einer Lösung gesucht, die einerseits gut wirkt, aber auch nur so viel kostet, dass sich die Investition mal irgendwann rechnet. Es nutzt ja nichts, wenn der Vorhang teuer ist, als die Heizkosteneinsparung der nächsten 10 Jahre. Vorhangstoff ist schon recht teuer.

Ich habe zwei Kuscheldecken gekauft. Diese waren günstiger als dicker Vorhangstoff und werden ihre Dienste trotzdem tun.

Um diese Decken zu einem Vorhang zu nähen, habe ich zunächst an einer der Längsseiten den Saum abgeschnitten…

… und statt dessen ein Gardinen-Kräuselband angenäht.

Jetzt konnte ich den Stoff etwas zusammenraffen.

Das Kräuselband habe ich mit Gardinenringen versehen und schon war die Gardine fertig.

Wenn die Vorhänge nicht gebraucht werden, verschwinden sie hinter den dünnen Deko-Vorhängen.

Am Abend, sobald die Dämmerung eintritt, lasse ich das Sonnenschutzrollo herunter,

und ziehe den Vorhang zu.

Wichtig ist, dass die Heizung nicht verdeckt ist, sonst strömt die warme Luft ans Fenster, nicht in den Raum.

Darum schlage ich den Vorhang unten um das Sonnenschutzrollo um.

Jetzt gibt es einen deutlichen Temperaturunterschied zwischen der Luft direkt an der Fensterscheibe und vor der Gardine.

So sieht es nun in den Winternächten im Zimmer aus.

Ziel erreicht.

4 Kommentare

  1. Julian

    Sehr schön geworden.
    So wenig Effekt hat der Sonnenschutzrollo im Winter nicht, wenn er sehr dicht anliegt. Dann befindet sich zwischen Fenster und Rollo eine stehende Luftschicht, die dämmt. 20 mm stehende Luftschicht können den U-Wert eines alten Isolierglasfensters von 2,8 auf 1,9 W/m2/K verbessern. Bei einer modernen Zweifachverglasung immerhin noch von 1,1 auf 0,9. Ich habe bei meinen alten Holzfenstern die Scheiben gewechselt, das ging gut als DIY.

    • miteigenenhaenden

      Hallo Julian!
      Dann musst du ein recht guter Handwerker sein. Ich würde es mit nicht zutrauen, bei den modernen Fenstern die Scheiben auszuwechseln. Hut ab!
      Stimmt, die Luftschicht zwischen Rollo und Fenster dämmt schon mal ganz gut.
      Danke für deinen Beitrag.
      Liebe Grüße, Sibylle

  2. Elisabeth Langer

    Sehr gute Idee! Ich hab das so ähnlich bei der Haustüre gemacht die einen Glaseinsatz hat und alt ist.

    • miteigenenhaenden

      Hallo Elisabeth!
      Vor der Haustür haben wir auch einen dicken Vorhang. Die hat nämlich auch auch einen großen Glaseinsatz und die Tür an sich ist nicht so ganz dicht.
      Liebe Grüße, Sibylle

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