a k t u a l i s i e r t
Am 5. Mai hat mich eine Mail von Stefanie erreicht in der sie sinngemäß fragte, ob ich nicht eine Übersicht zu dem Thema verfassen könnte, weil sie mehr „wild“ 😀 essen möchte.
Mit diesem Beitrag werde ich meine Ernten und Käufe im Jahresverlauf zusammenfassen. Ich werde die Beitrag also nach und nach ergänzen. Er wird immer mal wieder im Newsletter auftauchen. Zur besseren Übersicht ist das Neue jeweils grün geschrieben.
Januar

Orangen
Ich kaufe Orangen vorzugsweise Bio, weil ich dabei erstens ein besseres Gefühl habe, weil die Schale der konventionellen mit ziemlich üblen Zeug gespritzt sind.
Von den Bio-Früchten verwende ich das Fruchtfleisch, den Saft und das Orange der Schalen. Nur das Weiße der Schalen werfe ich weg. Das ist bitter. (*)
(*) Chris hat unten in den Kommentaren geschrieben: „Die bitteren Innenschalen von Orangen stimulieren Leber und Galle. Ich trockne das weiße Innere und kaue es nach Bedarf nach einer opulenten Mahlzeit.
Noch besser eignen sich die weißen Innenschalen von Grapefruits.“

So verwende ich Orangen
- Orangen-Mandel-Rührkuchen, glutenfrei
- Orangenmarmelade
- saftiger Orangenkuchen
- Orangen-Quarkkuchen ohne Boden
- Orangeat
- Weihnachtsstollen, glutenfrei
Mandarinen
Zu Mandarinen esse ich frisch am liebsten. Manchmal bekommt man aber auch preisreduzierte Früchte. Die kann man wunderbar verwenden, um Marmelade daraus zu kochen.
2026 habe ich zum ersten mal Mandarinen eingekocht, weil mir die Dosenfrüchte nicht (mehr) schmecken.

So verwende ich Mandarinen
- Mandarinen eingekocht.
Eingekochte Mandarinen passen gut in einem Salat mit Hühnchenfleisch und Champignons - Mandarinenmarmelade

Zitronen
Über den Jahreswechsel gibt es oft gute Zitronen im Angebot. Auch Bio ist dann nicht so teuer.
Zum Konservieren habe ich sie schon
- scheibenweise getrocknet und
- Salzzitronen draus gemacht.
- Wenn ich von Bio-Zitronen nur den Saft brauche, schäle ich das Gelbe der Schalen und gebe sie in Zucker. Ich verwende diese Schalen wie Zitronat im Weihnachtsstollen und auch für Zitronenkuchen.
Februar

Das erste frische Grün
Im Februar stecken wir noch tief im Winter. Frisches Grün ist aber auch schon zu finden. Wer die Möglichkeit hat, kann auf Wiesen ohne Gassihundeverkehr schon das eine oder andere finden. Bei mir wachsen dann schon Vogelmiere, die ersten Brennnesseln, Barbarakraut, gegen Ende des Monats Gänseblümchen und Löwenzahn.
Knospen
Es lassen sich Kirschknospen sammeln und rösten. Die kann man wie Pfeffer gemahlen zum Würzen verwenden.
Beinwellwurzeln und Meerrettichwurzeln
Beide Pflanzen kann man das ganze Jahr über nutzen. Beide haben im Winter aber keine Blätter. Man kann sie also nur finden, wenn man sich die Stellen im Herbst markiert oder gemerkt hat.

Die Wurzeln vom Beinwell haben im Winter die meisten Wirkstoffe haben. Man verwendet sie zur Salbe verarbeitet, gegen stumpfe Verletzungen.

Meerrettich ist frisch gerieben an besten. Ich verwende ich ganz klassisch als Würze. Wenn man die Wurzeln reibt und einen Apfel oder/und Sahne dazu gibt, beißt er nicht so. 😉
März

Gänseblümchen

Gänseblümchen sind nicht nur schön anzuschauen, man kann sie aber auch nutzen. Man kann sie frisch essen, Tee daraus zubereiten und sie als Heilpflanze nutzen. Sie enthalten Vitamin A und C, Magnesium, Kalium, Kalzium und Eisen.
Ich verwende sie als Heilpflanze, als Deko im Salat, als Kapernersatz und als Mittel z.B. gegen Muskelkater.
April


Löwenzahn
Jetzt blüht überall der Löwenzahn. Ich sammle ihn dort wo ich weiß, dass es keine Hunde gibt und mache aus den Wurzeln
- Löwenzahnkaffee
- Bitter Lemon
- und aus den Blüten Gelee
- die Blätter sind frisch im gemischten Salat sehr gut, getrocknet und gemahlen sind sie für den Winter konserviert. Man kann das Pulver im Kräutersalz verwenden oder Gemüse damit würzen

Bärlauch
- An Bärlauch sammle ich einmal im Jahr einen Vorrat. Das meiste püriere ich mit Öl und friere es ein, damit ich daraus später Pesto machen kann.
- Die frischen Blätter kann man auch direkt als Würze für Grillwürste verwenden.
- Man kann Bärlauch aber auch trocknen und anschließend pulverisieren. Das ist lecker als Gewürz für Mischgemüse oder Bärlauchknödel verwenden.
Giersch

Giersch kenne viele nur als sehr! lästiges Unkraut. Bis jetzt hat es mich noch nicht erwischt: unser Garten ist noch gierschfrei. Ich sammle Giersch an Stellen, die ich seit Jahren kenne und trockne ihn. Nach dem Pulverisieren ist er gut im Kräutersalz. Giersch schmeckt ähnlich wie Petersilie, er behält aber, im Gegensatz zu Petersilie, sein Aroma nach dem Trocknen.
Besonders lecker ist Giersch in Kombination mit Bärlauch.
Mai

Beifuß

Beifuß sammle ich im Mai, trockne ihn und gebe ihn in ein Glas zur Aufbewahrung in ein Glas. Ich brauche es erst für den Weihnachtbraten. Enten- oder Gänsebraten fülle ich traditionell mit Beifuß und Apfel.
Brennnessel

Brennnesseln sind voll mit Mineralstoffen und Vitaminen.
Ich verwende die
- als Tee wirken sie harntreibend und damit bei zum Beispiel einer drohenden Blasenentzündung recht nützlich.
- wie Spinat oder als Zugabe zu Spinat
- für grüne Kartoffelknödel, so wie hier bei den Bärlauchknödeln
wilder Knoblauch
Wenn man weiß, wo man ihn finden kann, kann man wilden Knoblauch auch schon im Januar/Februar finden. Jetzt im Mai ist er aber fast unübersehbar.




Nudeln mit Olivenöl und wildem Knoblauch
Fichtenspitzen
Von Fichten und Tannen pflückt man nur von den Seitentrieben und auch nur immer eine Spitze pro Zweig, damit man das Wachstum des Baumes nicht schwächt.
Ich verwende sie als
- Medikament, als
- Brotaufstrich
Juni

Holunderblüten

Holunder blüht sehr auffällig und ist auch weit verbreitet, so dass man eine echte Chance hat, ihn zu finden. Holunderblüten kann man nicht nur zum Aromatisieren von Getränken benutzen. Viele kennen „Hugo“, der vor ein paar Jahren das! Sommergetränk war.
Wenige wissen, dass man die Blüten auch trocknen kann.
- Ich bevorrate die getrockneten Blüten für Tee. Dieser soll helfen, wenn eine Erkältung im Anflug ist und ist damit ein wunderbares Selbstversorger-Medikamente einziehen.
- Ich werde eine Holunderblütenseife herstellen. Dazu aber in einem extra Beitrag.
- Ich werde Holunderblütenzucker machen und diesen für Süßspeisen und eventuell für Tees verwenden.
- Ich werde sie im Holunderblütenpudding als Ersatz für Vanille.
Johanniskraut

Johanniskraut findet man im Juni bis in den August zum Beispiel auf Dämmen und an Wegrändern. Es blüht recht auffällig. Vom Weiten sieht die Pflanze etwas strubbelig aus und wenn man etwas näher kommt erkennt man sie an den gelben Blüten mit 5 ! Blütenblättern. Wenn man eine Blüte in der Hand zerreibt, färbt sie die Hand dunkelrot.
- als Tee und für Rotöl
- als Pflegemittel für entzündete, oder stark strapazierte Hautstellen
Kirschblätter

Kirschblätter sind sehr aromatisch, durch eine kurze Fermentation wird das Aroma noch verstärkt. Ich nutze sie in meiner Früchteteemischung.
Pfirsichblätter

Pfirsichblätter benutzt man zum Aromatisieren von Süßspeisen. Sie geben ein feines Marzipanaroma ab.
This is an excellent resource, Sibylle. Thank you for sharing this. I need to read about what is available here at this time of year and see what I can find to save.
We love mandarin oranges here. They are so delicious in recipes with gelatin or salads or just eaten alone.
I’ve read that St. John’s Wort is also good for depression. I received a fennel bulb about a month ago or so and dried it on my dehydrator. I was able to use some this week to season a pot of Sardinian Minestrone soup. It smelled so good and fresh.
Hello Belinda!
Yes, St. John’s wort also helps with mild depression. However, one should always seek help and medical care for depression. I hope there are places in America, too, where you can get help.
But St. John’s wort tea also helps with low spirits on long, gloomy winter days. You can treat a bad mood yourself with it.
I’ve never dried fennel before. That’s a good idea.
I’ve had good experiences with dried zucchini. I use it in soups, or as a seasoning for soups and vegetable dishes.
Warm regards to Tennessee!
Sibylle
Die bitteren Innenschalen von Orangen stimulieren Leber und Galle. Ich trockne das weiße Innere und kaue es nach Bedarf nach einer opulenten Mahlzeit.
Noch besser eignen sich die weißen Innenschalen von Grapefruits.
Oh, danke Chris für diesen Tipp!
Schönes Wochenende!
Sibylle
Danke für die schöne Idee, das noch mal jahreszeitlich zusammen zu stellen. Dann kann man künftig auch schon mal gucken, was man sich für einzelne Monate vornehmen kann!
Ist es bei Euch auch noch so kalt und nass?
lg alexandra
Hallo Alexandra,
bei uns geht das Wetter eigentlich. Nachts geht es runter auf +5°C und am Tage gibt es ab und zu mal einen Schauer. Ab dem Wochenende wird es ja wieder besser.
Liebe Grüße, Sibylle
Ach, ist der Beifuß schon wieder so weit? Du sammelst, bevor er zu blühen beginnt, oder?
Liebe Grüße
Heike
Hallo Heike,
ja, Beifuß gibt es schon. Der, den ich gefunden habe, war schon ca. 50 cm hoch. Am besten erntet man ihn jetzt, oder in den nächsten Wochen, noch vor der Blüte. Ich habe es aber auch schon mal verpasst und ihn mit Blüten geerntet. Als Würzkraut war es immer noch ok.
Schönen Rest-Sonntag!
Sibylle
ein Traum vielen Dank 🙂
Ok, dann ist es das. wonach du gefragt hast.
Schönen Sonntag!
Sibylle
genau, super 😃👍