Minimalismus, Selbstversorgung, Konsumreduzierung, Suffizienz, DIY

Gewürzmischungen

Teil 1 von 6: Allgemeines

Neulich habe ich in einem Laden Gewürzmischungen im Angebot gesehen und weil ich ja ein neugieriger Mensch bin, habe ich mir die mal angesehen. Man lässt sich ja gern mal inspirieren. 😉

Die Zutaten (das wovon am meisten drin ist, steht ganz oben auf der Zutatenliste)

  • Speisesalz
  • Zwiebeln
  • Paprika
  • Knoblauch
  • Kümmel
  • weißer Pfeffer
  • Piment

„So etwas kann man doch selbst mischen, ist doch kein Hexenwerk“, dachte ich mir.

und der Preis?

Das 45 Gramm-Döschen kostet 99 ct. Klingt erst mal nicht viel, wenn man aber mal genau hinschaut, sieht die Welt schon anders aus:

Rechnet man den Preis mal auf den Kilo-Preis hoch, kommt man auf

(0,99€ / 45 g )*1000g=22,00 €

Diese Gewürzmischung, wovon der Hauptbestandteil Salz ist, kostet 22 €/kg
Was kostet ein Kilo Salz im Supermarkt? Keine 20 ct.

Für den gleichen Verwendungszweck ein „schnelles Beutelchen“ und, wie ich finde noch teurer, da es allesamt sehr preiswerte Zutaten sind, bzw. das, was etwas teurer ist, nur in Spuren vorhanden ist.

Zutaten beim Beutelinhalt von gut 40 g, der lt. Anweisung für ein Essen von 4 Personen ausreichen soll:
Auch hier wieder: das wovon am meisten drin ist, steht ganz oben auf der Zutatenliste

  • Stärke und Reismehl
  • knapp 6 g getrocknete Zwiebeln
  • 4 g Tomatenpulver
  • 1 g getrocknete Möhren
  • Salz und Pfeffer
  • Würze
  • Aromen
  • Hefeextrakt
  • Zucker in verschiedenen Formen
  • und in homöopathischer Dosis ein paar getrocknete Kräuter

Kilo-Preis ausgerechnet
(0,85€ / 41 g )*1000g = 20,73€/kg


Ist es das wert? Naja, darüber könnte man streiten.
Mach ich aber nicht, sondern würze selbst und spare damit so manchen Euro.


Gut, das zweite würde ich eh nicht kaufen, da es Würze, Aromen und Hefeextrakt enthält und dich das so weit als möglich nicht auf meinem Teller haben will. Aber auch das erste kann man selbst mischen oder einzeln zu dem Gericht dazu geben.

Natürlich macht das Selbstmischen nur dann Sinn, wenn man die Zutaten – oder zumindest einen großen Teil davon – eh zu Hause hat.

Was ich erreichen möchte ist, dass sich der eine oder andere mal die Mühe macht, die Zutatenliste zu lesen und zu überlegen, was er da in der Hand hält und ob man das so ganz wirklich vorgefertigt kaufen muss, oder ob es nicht vielleicht mit eigener Kreativität hergestellt, besser und sogar preiswerter ist.

Kreativität ist doch das, was das Kochen ausmacht, oder?


Manche Würzmischungen, die ich öfters verwende, habe ich ich mir tatsächlich auf Vorrat hergestellt. So geht das Würzen auch schnell.

Meine Rezepte dazu stelle ich euch demnächst vor.

Es folgen

8 Kommentare

  1. Hilde Richtsfeld

    Ich komme mit diesen Mischungen auch nie in Verlegenheit, wenn ich geschwind mal ein „Dankeschön“ oder Mitbringsel brauche, denn ein paar Gläser davon habe ich stets in Vorrat.
    vor Jahren habe ich einmal mangels „Wünschen“ einem jungen Brautpaar so eine Basisausstattung als Hochzeitsgeschenk mitgebracht. Das war das „sinnvollste“ Geschenk , ließ mir die Braut erfreut ausrichten als sie um das Rezept bat.

    • miteigenenhaenden

      Na, wenn das kein Lob ist!

  2. Hilde Richtsfeld

    Ich verwende seit Jahren nur mehr Eigen Mischungen , denn da bekomm ich mit den hochwertigsten Bestandteilen immer noch ein günstigeres Endprodukt als im Handel. Und mit Salz braucht man auch keine Konservierungsstoffe, das gilt auch für die „süssen Varianten“

    • miteigenenhaenden

      So sehe ich das auch. Es lohnt aber wahrscheinlich nur für diejenigen, die regelmäßig kochen. Extra zum Mischen alle Zutaten zu kaufen, würd mit Sicherheit dazu führen, dass vieles anschließend im Müll landet.

      • Mioljetta

        Ich habe auch die selbstgemachten Würzmischungen lieber, denn gerade hier kann man die Vorlieben der Familie und Freunde berücksichtigen. Ich freu mich schon sehr auf die Rezepte. Liebe Grüße und noch einen schönen Restsonntag

        • miteigenenhaenden

          Danke, dir auch einen schönen Restsonntag.
          Dann bis bald! 😉
          Liebe Grüße, Sibylle

      • Hilde Richtsfeld

        Es lohnt sich auch für Kleinhaushalte. Ja, kochen damit ist dann schon Voraussetzung .
        Wir tun uns da immer ein paar zusammen, und nehmen eine Großpackung . gibt´s auch bei Saaten, Gewürzen /Zucker, Salz, ÖL….und teilen sie dann eben auf.
        Bsp. Hanföl BIO
        100ml 69€/l
        250ml 47,6/l
        1000ml 30,9/l Glasflasche
        5000ml 29,9/l Kanister Blech
        wir bleiben meist bei 1000ml Gebinde, denn die “ Quelle “ ist nur 12km entfernt, daher auch keine Versandkosten, weil abgeholt wird, wenn jemand vorbeifährt und somit auch immer frisches Öl da ist..Hanföl hält aber lange, im Gegensatz zu Leinöl. Sonst friert man kleine Flaschen ein.
        Bei Gewürzen kaufen wir schon 1-5kg Packungen, der Rest wird vakkuumiert.
        Lg Hildegard

        Wir haben einen Verein ..“Selbstgemacht“, den eine Bekannte, die hauptberuflich als Unternehmerin BIO – Brot, Säfte, Marmelade, Öle, Gewürze, Senf, Chutneys, Pesto, Salben, Destillate, Seifen. produziert. Sie bietet daher auch das gesamte Gewürz , Saaten, Trockenfrucht -und Getreideangebot an…und bezieht das natürlich im Großhandel ..Sie hat dafür gewerbliche Maschinen für große Mengen für die Verarbeitung… und da dürfen die Mitglieder auch ihr eigenes Obst verarbeiten. Da helfen dann alle zusammen , und die Maschinen sind nur einmal zu reinigen. Jetzt wird ein gemeinsamer Ankauf einer Gefriertrocknungsanlage (24.000€) überlegt. Da tun sich natürlich noch ganz andere Dimensionen der Verwertung und Vorratshaltung (längerfristige Haltbarkeit auf kleinem Raum und voller Erhalt der Inhaltstoffe) auf. Allein stemmt das keiner und für das Gewerbe rentiert das auch nicht mehr…sie geht in 2 Jahren in Pension…und wird dann eben auf Vereinsebene mit ihrem Wissen und Equipment weitermachen, solange sie eben kann.

        • miteigenenhaenden

          Danke Hildegard für deinen Bericht!
          Liebe Grüße, Sibylle

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